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Coronavirus - Südkorea
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Ein Corona-Drive-In in Südkorea.

Coronavirus

Nächster Corona-Drive-In in Hessen

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Bei begründetem Verdacht gibt es jetzt auch in Groß-Gerau in Hessen den Test auf Corona am Autofenster. Das soll die Ansteckungsgefahr mindern.

Das Beispiel der Marburger Hausärztin Ulrike Kretschmann macht in Hessen Schule. Jetzt hat auch die Kreisklinik Groß-Gerau ein Corona-Drive-in eingerichtet. Am Dienstag hatte die Frankfurter Rundschau über das Verfahren berichtet, auf das sich Kretschmann und ihre drei Kollegen geeinigt haben. Patienten mit einem begründeten Verdacht fahren bei dem Hinterausgang der Praxis vor und bleiben im Auto sitzen, während die Ärztin einen Abstrich nimmt. Das hält mögliche Infizierte von anderen Patienten im Wartezimmer fern und ermöglicht einen sparsamen Umgang mit Schutzanzügen. Abgeschaut hat sich die Marburger Ärztin die Idee aus Südkorea.

Die Kreisklinik Groß-Gerau teilte am Mittwoch auf Anfrage mit, dass sie nun ähnlich verfahre. Ein Sprecher stellt die Regeln klar, die generell gelten: Das Angebot gilt einzig für Personen mit Erkältungssymptomen, die außerdem Kontakt zu einem Infizierten hatten oder sich kürzlich in einem vom Robert-Koch-Institut erklärten Risikogebiet aufhielte. „Die Drive-in-Lösung ist nicht darauf angelegt, dass Personen einfach zur Klinik fahren und sich schnell testen lassen können.“ Wie in Marburg sollten sich die Leute vorab telefonisch melden. In Groß-Gerau ist es die Telefonnummer 012 98 60. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt werde ein Termin für den Drive-in-Test gemacht. „Hier wird durch eine medizinische Fachkraft ein Nasenabstrich durch das geöffnete Fenster gemacht.“ Danach fahre die Person wieder nach Hause und warte auf das Ergebnis.

„Durch das Angebot, sich auch im eigenen Fahrzeug testen zu lassen, bleiben Verdachts-Patienten sozusagen in ihrer eigenen Quarantänestation“, sagte Erika Raab, Geschäftsführerin der Kreisklinik Groß-Gerau. Die medizinische Fachkraft trage Schutzkleidung. „Andere Klinikbedienstete und Patienten kommen mit dem Verdachtsfall nicht in Berührung. So wird die Gefahr einer Ansteckung deutlich minimiert.“

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