Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Vielfalt im Garten bietet Vögeln und Insekten Lebensraum.
+
Vielfalt im Garten bietet Vögeln und Insekten Lebensraum.

Garten

Nabu: So wird der Garten zum Paradies für viele Vogelarten

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
    schließen

Der Naturschutzbund gibt Tipps für die vogelfreundliche Gestaltung des Gartens. Am Wichtigsten: Vielfalt bei Nahrung und Nistplätzen.

Wer seinen heimischen Garten in ein Paradies für Vögel verwandeln will, muss einiges beachten. Das Wichtigste laut Naturschutzbund (Nabu): Ein vogelfreundlicher Garten zeichne sich durch Vielfalt aus. Er biete Lebensraum für die unterschiedlichsten Arten – das heißt vor allem Nahrung und Nistmöglichkeiten.

Anlocken kann man die Vögel laut Nabu mit einheimischen Blumen, Stauden, Sträuchern und Bäumen, die eine große Auswahl an Samen und Früchten bieten. Beerentragende Gehölze wie Vogelbeere, Wildrose und Berberitze und Samenstände von Gräsern und Stauden – wie etwa Wilde Karde, Hornklee oder Mädesüß – sind wertvolle Nahrungsquellen für viele Vögel.

Generell empfiehlt der Nabu, nicht jedes Unkraut zu vernichten und Herbstlaub auch mal liegen zu lassen, denn auch darin lebt vielerlei nahrhaftes Kleingetier. Auch Komposthaufen sind eine Nahrungsquelle.

Wenn hingegen Einheitsrasen und Ziergewächse wie Rhododendron oder Scheinzypressen das Gartenbild dominieren, finden Vögel kaum etwas zu fressen. Das Samen- und Insektenangebot im Schurrasen ist dürftig, und auch die Zierpflanzen werden von Insekten eher gemieden, so die Naturexperten. Auch sind viele Zierpflanzen auf Unfruchtbarkeit hin gezüchtet, andere wiederum tragen Früchte, mit denen die hiesige Vogelwelt nichts anzufangen weiß.

„Wilde Ecke“ im Garten etablieren - das zieht Raupen und Falter an

Während der Jungenaufzucht sind Insekten als Weichfutter unverzichtbar. Der Nabu empfiehlt deshalb, eine „wilde Ecke“ im Garten zu etablieren und Brennnesseln sprießen zu lassen. Das ziehe Raupen und Falter an, die den Vögeln als Nahrung dienen können. Auf Pestizide sollte generell verzichtet werden, denn sie sind Gift für Vögel. Über die Nahrung reichern sie sich in ihrem Körperfett an, können Krankheiten verursachen oder sogar zum Tod führen.

Schadinsekten wie etwa Blattläuse lassen sich erfolgreich durch biologische Maßnahmen bekämpfen. So vertilgt eine Kohlmeisenfamilie im Jahr laut Nabu rund 30 Kilogramm an Kerbtieren.

Der Nabu empfiehlt, Totholz auch mal stehen zu lassen, solange es keine Gefahr bedeutet. Auch hier finden Vögel Unterkunft und Nahrung. Außerdem ernähren sich viele Käferarten vom absterbenden oder toten Holz, die wiederum auf der Speisekarte der Vögel stehen.

Neben Nahrung brauchen die Vögel außerdem eine geeignete Nistmöglichkeit. Als eine solche können zum Beispiel mit Dornen oder Stacheln bewehrte heimische Hecken dienen. Auch dichte Kletterpflanzen, in die sich die Tiere zurückziehen und in denen sie geschützt brüten können, sind eine gute Möglichkeit.

Alte Bäume sind Nistgelegenheiten für Vögel

Alte Bäume sind perfekte Nistgelegenheiten für Höhlenbrüter wie Star oder Gartenrotschwanz. Manche Gartenvögel wie Rotkehlchen und Zaunkönig finden Schutz und Nistmöglichkeit auch in Reisighaufen oder in offenen, nicht verputzten Natursteinmauern. Alternativ tun es auch Nistkästen aus Menschenhand.

Laut Nabu bieten heimische Rosenhecken besonders viele Vorteile. Ihre Stacheln wehren Feinde ab, die Hagebutten sind ein willkommener Snack. Eine heimische Art ist zum Beispiel die Kriechrose (Rosa arvensis), mit der man auch gut Fassaden begrünen kann. Fassadenbegrünungen wiederum wirken sich positiv auf das Kleinklima und die Tierwelt im Garten aus.

Für ihre Revier- und Balzgesänge nutzen viele Vögel erhöhte Sitzwarten. Auch um Ausschau nach Feinden zu halten, sind solche Plätze praktisch. Sind keine hohen Bäume oder Dachgiebel vorhanden, kann man laut Nabu mit hohen Stangen nachhelfen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare