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Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert noch bis 29. August die Malerei der kanadischen Moderne unter dem Titel „Magnetic North“.
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Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert noch bis 29. August die Malerei der kanadischen Moderne unter dem Titel „Magnetic North“.

Museen

Museen in Rhein-Main öffnen wieder

  • Meike Kolodziejczyk
    VonMeike Kolodziejczyk
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Die Museen öffnen wieder für Publikum und präsentieren Ausstellungen, die zeitweise nur digital zu erleben waren. Ein Überblick.

Ob Kunst oder Wissenschaft, Geschichte oder Technik, Heimatkunde, Film oder Popkultur: Mehr als ein halbes Jahr hatten die hessischen Museen geschlossen. Ein kurzes Intermezzo gab es im März, als einige Häuser für etwa zwei Wochen Publikum einließen – bis kurz vor Ostern die Bundes-Notbremse gezogen wurde. Etliche Ausstellungen blieben kaum oder ungesehen, manche wurden erst gar nicht aufgebaut, andere vorzeitig abgebaut. Exponate mussten verstaut, Leihgaben zurückgegeben, neue Projekte konzipiert, neue Programme geplant und überhaupt alles umgeworfen werden. Mittlerweile sind die Inzidenzen allerorten so weit gesunken, dass sämtliche Museen im Rhein-Main-Gebiet wieder öffnen können – und dies größtenteils auch tun. Und es gibt viel zu entdecken und zu bestaunen hinter den lange verschlossenen Pforten – natürlich nur nach Anmeldung und unter Einhaltung der geltenden Hygieneregeln. Wir haben einige Ausstellungen herausgesucht, die lange genug auf Gäste gewartet haben – und die Gäste auf sie.

Kunst und Film in Frankfurt

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt, das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung sind bereits seit dem 27. Mai wieder geöffnet. Die Schirn zeigt drei Ausstellungen, die bislang nur wenige Tage zugänglich waren – und allesamt verlängert werden konnten, obwohl sie wegen Corona bereits wiederholt verschoben werden mussten. So sollte die Schau „Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910-1940“ eigentlich zur Buchmesse im Oktober 2020 eröffnet werden, was dann aber erst im Februar dieses Jahr geschah. Schirn-Sprecherin Johanna Pulz nennt es „großes Glück“, dass die Ausstellung mit den ikonischen Landschaftsgemälden, die noch nie in Deutschland zu sehen gewesen seien, nun sogar noch verlängert werden konnte bis 29. August. „Magnetic North“ wird in der öffentlich zugänglichen Rotunde der Schirn ergänzt von der Installation „Caroline Monnet. Transatlantic“, die auch die Perspektive der indigenen Bevölkerung Kanadas reflektiert. Ebenfalls seit Februar wartet „The Great Exhibition“ des britischen Künstlerduos „Gilbert & Georg“ auf Besuch. Wie „Magnetic North“ sollte sie bereits am 16. Mai enden, läuft nun aber bis 5. September.

Das Städel Museum präsentiert die Sonderausstellung „Städels Beckmann / Beckmanns Städel. Die Jahre in Frankfurt“, die bis 29. August verlängert wurde. Vom 30. Juni an ist zudem die Ausstellung „Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ für das Publikum zugänglich.

In der Liebieghaus Skulpturensammlung ist die vielbeachtete Sonderausstellung „Bunte Götter – Golden Edition. Die Farben der Antike“ wieder zu sehen. Sie zeigt noch bis zum 26. September an mehr als 100 Objekten aus internationalen Museumssammlungen und dem Bestand des Liebieghauses die Farbigkeit der antiken griechischen und römischen Skulptur.

Nicht mehr lange lässt sich dagegen die im August 2020 gestartete Sonderschau „The Sound of Disney“ des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums (DFF) besuchen. Nur noch bis Sonntag, 13. Juni, läuft die Ausstellung zur Klangwelt der Disney-Klassiker, die von kurzen Micky-Maus-Cartoons bis hin zu den abendfüllenden Filmen reicht, die zu Walt Disneys Lebzeiten (1901 – 1966) entstanden sind. „Sie bietet ein interaktives Erlebnis, das die Bedeutung von Stimmen, Musik und Geräuschen im Animationsfilm erfahrbar macht“, betont Kuratorin Daria Berten.

www.schirn.de

www.staedelmuseum.de

www.liebieghaus.de

www.dff.film

Kaiser und Macht in Mainz

Das Landesmuseum Mainz lässt seit dem 28. Mai wieder Besucher:innen ein – und hat für die große Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“ extra seine Öffnungszeiten erweitert auf sieben Tage pro Woche täglich von 10 bis 20 Uhr. Doch der Andrang ist derart groß, dass nur noch wenige Karten zu haben sind für die Schau, die bereits am 13. Juni zu Ende geht. „Wir haben hier eine Ausstellung der Superlative mit einzigartigen Exponaten, die es in dieser Zusammenstellung noch nie zu sehen gab und auf Jahrzehnte nicht mehr zu sehen geben wird“, sagt Direktorin Birgit Heide. „Kurzfristig konnten wir nun für die letzten Tage noch eine Sonderschicht einlegen.“ So wird das Museum am 10., 11. und 12. Juni seine Öffnungszeiten bis 22 Uhr verlängern. Rund 300 Stücke werden gezeigt, darunter Leihgaben internationaler Museen – unter anderem das Armreliquiar Karls des Großen aus dem Pariser Louvre. Jüngst eingetroffen und nun erstmals zu sehen ist eines der prachtvollsten Dokumente des Mittelalters: die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu.

www.landesmuseum-mainz.de

www.kaiser2020.de

Fotografien in Rüsselsheim

Die Rüsselsheimer Opelvillen haben seit Ende Mai schrittweise ihre Tore und damit auch die aktuelle, seit Februar hängende Ausstellung „Lee Miller. Hautnah. Fotografien von 1940 bis 1946“ wieder geöffnet. Sie konnte dank des Leihgebers bis zum 3. Oktober verlängert werden. Die in Hessen entstandenen Aufnahmen werden teilweise zum ersten Mal gezeigt. Die Schau kann das gesamte verlängerten Fronleichnamswochenende noch bis Sonntag, 6. Juni, besichtigt werden. Von Dienstag, 8. Juni, an gelten wieder die regulären Öffnungszeiten in den Opelvillen. Außerdem steht am Freitag, 4. Juni, und Samstag, 5. Juni, jeweils von 12 bis 18 Uhr die Tür des Labors offen: Die Künstlerin Helena Hafemann lädt ein zum Besuch ihrer vor Ort entstandenen Rauminstallation „Zeit_Raum“.

www.opelvillen.de

Joseph Beuys in Darmstadt

Weniger Glück als die Rüsselsheimer Opelvillen hatten das Hessische Landesmuseum Darmstadt (HLMD) mit der Fotoausstellung „Peter Lindbergh: Untold Stories“, die vom 12. Januar bis 18. April nahezu ungesehen in den Schlossräumen gehängt war – und leider nicht verlängert werden konnte, da die Leihfrist zu Ende ging und die Schau weiterziehen musste. Das Landesmuseum, das bereits seit dem 22. Mai wieder Besucher:innen einlässt, hat neben seiner ständigen Sammlung zu Kunst-, Kultur- und Naturgeschichte derzeit keine aktuelle Ausstellung am Laufen. Erst am 30. Juni steht anlässlich des 100. Geburtstags von Joseph Beuys (1921-1986) die Schau „Joseph Beuys. Ulysses“ an. Der Künstler hatte sich vermutlich in den Jahren 1957 bis 1961 mit dem Jahrhundertroman auseinandergesetzt und unter dem Titel „Joseph Beuys verlängert im Auftrag von James Joyce den Ulysses um sechs weitere Kapitel“ sechs Hefte mit Bleistiftzeichnungen geschaffen, die bis 26. September analog sowie digital präsentiert werden.

www.hlmd.de

Werke der Fotografin Lee Miller sind in Rüsselsheim zu sehen (Bild: „Fire Masks“, London 1941).
„Von Kühen, edlen Damen und verzauberten Landschaften“ in Wiesbaden (Bild: Hans Makart: „Flora“, 1883).
Die Adlerfibel in der Mainzer Landesausstellung.

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