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MARKTFÜHRER

Es muss nicht immer der Weiße sein

Mit Waldemar Thomas bei Grünspargel-Wolff in Reichelsheim

Als gelernter Gemüsegärtner erkannte Thomas Wolff sogleich, dass sich die schweren Wetterauer Böden für weißen Spargel nicht eignen. So verlegte er sich denn auf Grünspargel. Langsam zwar, aber stetig nahm der Absatz über die Jahre hinweg zu, so dass er sich heuer veranlasst sah, seine Anbaufläche für Grünspargel stark zu vergrößern, ja beinahe zu verdoppeln. Auf über einen Hektar großen Feldern kann der Pappelhof-Bauer die freundlich-grünen Stangen ernten.

Die tragen unbestritten mehr Aroma in sich als die - jedenfalls hierzulande - viel begehrteren weißen Sorten. Mehr Vitalstoffe und bioaktive Substanzen übrigens auch, Querbeet-Grünspargel im besonderen Maße, denn er wird nach den Richtlinien des biologischen Landbaus gezogen. Die Pflanzen erhalten folglich keinen mineralischen Dünger, ja nicht einmal Mist, weil sich dadurch Schädlinge angezogen fühlten wie Spargelfliege oder "Spargelhähnchen", worunter ein Falter zu verstehen ist, gegen den es kein biologisches, unbedenkliches Mittel gibt. Dem Spargelrost, einer Pilzkrankheit, lässt sich indes mit Kupferspritzungen beikommen, deren Dosierung jedoch streng begrenzt ist.

Damit sein Grünspargel gut wächst, düngt Thomas Wolff rein pflanzlich, mit Erbsenschrot, und zwar aus eigenem Anbau, wie dies die Bioland-Richtlinien vorschreiben.

Grünspargel braucht nicht gestochen zu werden, man schneidet ihn oberhalb der Erde einfach ab. So macht er alles in allem weniger Arbeit als weißer, bringt aber auch geringeren Ertrag.

Auch weiße Sorten verfärben sich zunächst violett und sodann grün, lässt man die Stangen ans Licht gelangen. Rein grüne Spargelsorten zeichnen sich zudem durch würzigeren Geschmack aus. Man kann sie auch roh essen und fühlt sich an feine, junge Erbsen erinnert.

Wolff lässt die Kundschaft gern probieren, so ist manch einem nicht nur die Delikatesse des Grünspargels aufgegangen, sondern auch der leichtere Umgang, den man damit hat. Denn nur das untere Drittel braucht man zu schälen, und für einen leckeren Salat genügt, es die Stangen nur kurz zu blanchieren.

Weiße wie Grünspargelpflanzen bringen zirka zehn Jahre lang Ertrag und ab Johanni, also gegen Ende Juni, lässt man sie tunlichst in Ruhe, damit sie für die nächste Saison neue Kraft schöpfen können. Seit sieben Jahren bietet Wolff seinen Grünspargel mittlerweile an, und waren es anfangs in erster Linie Kunden aus südlichen Ländern, so haben sich diesen längst jüngere Einheimische hinzugesellt, die grünen Spargel in den mediterranen Küchen kennen und schätzen gelernt haben.

Auch die Küchenchefs der gehobenen Gastronomie greifen gern zu.

Am 12. Juni wird gefeiert auf dem Pappelhof, das zehnjährige "Querbeet"-Jubiläum nämlich. Vielleicht gibt es ja, neben Hofführung und Programm, Quiche oder Nudeln mit Grünspargel.

• Querbeet (BIOLAND), Thomas Wolff, Pappelhof, 61203 Reichelsheim/Wetterau, Telefon: 06035/920075, Fax: 920076, E-Mail: info@querbeet.de, Homepage: www.querbeet.de, Lieferservice in Frankfurt und nähere Umgebung, Märkte: Offenbach: Dienstag, Freitag, Samstag; Frankfurt, Bockenheimer Warte: Donnerstag, Frankfurt, Konstablerwache: Samstag.

Unser Marktführer bietet ein Rezept für Quiche mit grünem Spargel und Bandnudeln mit grünem Spargel an. Es kann telefonisch unter der Rufnummer 069 / 2199 - 30 12 geordert oder per Fax unter 21 99 - 32 72 bestellt oder abgerufen werden.

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