Auch im Autokino werden die Bands den Fans beim Open-Doors-Festival kräftig einheizen – wie im Vorjahr die X-Hells. rolf oeser
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Auch im Autokino werden die Bands den Fans beim Open-Doors-Festival kräftig einheizen – wie im Vorjahr die X-Hells. rolf oeser

Neu-Isenburg

Musikspektakel Open Doors im Autokino Gravenbuch

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Das Neu-Isenburger Musikfestival Open Doors wird wegen Corona ins Autokino Gravenbruch verlegt. Es kostet dort Eintritt, die Bands sind live zu sehen und im Autoradio zu hören.

Der Name bleibt – aber sonst ist (fast) alles anders: Das Neu-Isenburger Musikspektakel Open Doors wird in diesem Jahr wegen der Corona-Beschränkungen im Autokino Gravenbruch über die Bühne gehen. Das Festival, das die Stadt stets zum Mekka der Musikfans macht und an drei Tagen bis zu 50 000 Besucher in die Innenstadt lockt, wird vom 11. bis 13. September als „Drive-in-Edition“ in abgespecktem Rahmen stattfinden. Gute Mucke ist aber auch bei dem neuen Veranstaltungsformat garantiert.

Eigentlich sollte Open Doors vom 17. bis 19. Juli stattfinden. Im April wurde es wegen Corona in den September verlegt, dann in die „Nach-Corona-Zeit“ verschoben. Doch Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) hatte die rettende Idee: Er suchte das Gespräch mit Axel Wahmke, Geschäftsführer der Autokinos Deutschland. Und bald darauf war die Lösung Autokino Gravenbruch geboren.

Die Bands treten dort live auf einer acht mal sechs Meter großen Bühne vor der riesigen Filmleinwand auf. Ihr Auftritt wird auch auf eine 50 Quadratmeter große mobile LED-Wand übertragen, die vor der Kinoleinwand aufgestellt wird. Michael Kercher, Chef der Eventagentur „12 Löwen“, hat sie als Organisator extra geordert, damit die Auftritte auch bei Tageslicht zu sehen sind. Der Ton wird wie bei den Filmvorführungen auf einer Frequenz im Autoradio zu hören sein.

Tickets

Karten fürs Open-Doors-Festival gibt es auf der Website des Autokinos, www.autokinogravenbruch.de unter dem Button Programm/Tickets.

In diesem Jahr muss erstmals Eintritt genommen werden, um die enormen Kosten zu decken. Der Eintrittspreis liegt pauschal bei 50 Euro pro Auto.

Fünf Shows mit insgesamt zehn Bandauftritten sind geplant. Beginn ist am Freitag, 11. September, um 20 Uhr. Die Shows am Samstag starten um 16 Uhr und 21 Uhr; am Sonntag sind die Acts um 14.30 und 19 Uhr angesetzt. ann

Menschenmassen, die sich an Foodtrucks, Essens- und Getränkeständen vorbeiwälzen, wird es in diesem Jahr nicht geben. Essen kann vorher zusammen mit den Eintrittskarten online bestellt werden oder direkt vor Ort per Handy. Bedienstete des Autokinos bringen es dann ans Auto.

Fünf Shows mit zehn Bands sind an den drei Tagen geplant. Den Anfang machen am Freitag, 11. September, um 20 Uhr die Lokalmatadoren „The Gypsys“ und die Elvis-Künstler „Gerry & The Steamers“. Am Samstag folgen nachmittags die 80er-Jahre-Rocker von „Ryffhuntr“, abends gibt’s dann eine 90er-Party mit dem DJ-Duo Buffalo & Wallace. Am Sonntag, 13. September, lassen „The Queen Kings“ nachmittags Freddy-Mercury-Hits erklingen, während abends „Purple Rising“ den Hardrock von „Deep Purple“ zum Besten gibt. Vor jeder Hauptband spielen am Samstag und Sonntag Newcomer-Bands als Vorband, die sich im Bandcontest messen. Sonst traten sie auf der Frankfurter Straße gegeneinander an, diesmal spielen sie im Fernduell um die Sachpreise.

„Im Moment gibt es die Bewilligung für 300 Autos pro Show – so wie in normalen Autokino-Zeiten“, sagt Kercher. Das gesamte Konzert, aber auch einzelne Bandauftritte werden laut Kercher von sieben professionellen Kameras per Streaming übertragen. Zwischen den Shows ist ein zweistündiger Wechsel geplant, in denen die Besucher das Gelände verlassen und die nächsten Besucher eingelassen werden.

Kercher spricht von einem „deutlich größeren Logistikaufwand“ und von 30 000 Euro „Miesen“ – obwohl das Autokino der Stadt und den „12 Löwen“ bei der Miete sehr entgegen kam. Dennoch ist er erleichtert, dass Open Doors durchgeführt wird. „Wir haben sonst den Regress von Sponsoren, die Gelder bezahlt haben und ihre Leistung – sprich: Werbung – nicht bekommen.“

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