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Joseph Beuys wäre am 12. Mai 100 Jahre alt geworden.
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Joseph Beuys wäre am 12. Mai 100 Jahre alt geworden.

Kultur in Hessen

Museen in Hessen ehren Joseph Beuys

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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Museen in Hessen machen zum 100. Geburtstag des Jahrhundertkünstlers viele Angebote

Joseph Beuys hatte zu Hessen eine besondere Beziehung. „Die Documenta in Kassel war von 1964 an immer wieder Schauplatz seiner Aktionen. Und in Frankfurt war er 1979 auch an der Gründung der Liste ,Sonstige politische Vereinigung: Die Grünen‘ beteiligt“, sagte die Hessische Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) anlässlich seines 100-jährigen Geburtstags in dieser Woche. Nicht nur die Ministerin, auch Museen in Hessen würdigen ihn.

Landesmuseum Darmstadt Mit „Block Beuys“ besitzt das Landesmuseum Darmstadt den weltweit größten zusammenhängenden Werkkomplex des 1986 verstorbenen Künstlers. Darüber hinaus gehören dem Haus auch seine „Ulysses-Hefte“, mit denen er „Ulysses“, den Roman des irischen Schriftstellers James Joyce, um sechs Kapitel verlängerte. Die zwischen 1958 bis 1961 mit 355 Zeichnungen gefüllten sechs Schulhefte sollten im Landesmuseum zum 100. Geburtstag von Beuys erstmals als Gesamtkunstwerk zu sehen sein. Doch der Beginn der Schau „Joseph Beuys. Ulysses“ ist wegen der Pandemie auf den 30. Juni verlegt worden.

Zum Internationalen Museumstag an diesem Sonntag, 16. Mai, widmet das Landesmuseum Joseph Beuys jedoch ein umfangreiches Onlineprogramm. So ist in einem Video ein Lichtbogenexperiment zu sehen, das Beuys, der ein großes Interesse an der Naturwissenschaft hatte, 1968 auf der Documenta in Kassel zeigte.

Der Frankfurter Schauspieler Claudio Vilardo versetzt sich zudem in zwei Filmperformances in die Rolle von Beuys. Im Museumspodcast „Das Grüne Sofa“ sprechen der Künstler Jonathan Meese und Mechthild Haas, Kuratorin der „Ulysses“-Ausstellung und Leiterin der Graphischen Sammlung, über den Jahrhundertkünstler. Zudem können Familien Mitmachangebote für Kinder herunterladen.

www.hlmd.de

Museum Wiesbaden Auch das Museum Wiesbaden hat eine bedeutende Beuys-Sammlung. Sie wurde von dem Medizin- und Kunsthistoriker Axel Hinrich Murken zusammengetragen, der sich gemeinsam mit Beuys mit den Heilkräften der Kunst beschäftigte. Die Wiesbadener nehmen den 100. Geburtstag zum Anlass, um in drei „Interventionswochen“, wie sie schreiben, das besondere künstlerische Potenzial der Beuys’schen Werke zu aktivieren.

Die erste dieser Wochen trägt den Titel „Bis alles gesagt ist – Gespräche im Beuys-Raum zu den Heilkräften der Kunst“. Von Dienstag, 8., bis Sonntag, 13. Juni, stehen Matthias Schenk (Wiesbaden) und Gerhard Schuster (Wien und Bochum) im Beuys-Raum des Museums bereit, um mit Besucherinnen und Besuchern über das Thema zu sprechen.

Schenk schuf gemeinsam mit seiner Frau Beatrice das „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“ im Wiesbadener Schloss Freudenberg. Beuys hatte dazu künstlerische Vorarbeiten geleistet. Schuster ist Anthroposoph und Mitarbeiter des Kulturzentrums Achberg.

Zwei weitere Interventionswochen sind vom 27. bis 30 Juli („Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden – Gespräche über Demokratie“) und vom 5. bis 12. Oktober („Die Heilkräfte der Kunst“) geplant.

www.museum-wiesbaden.de

Hessische Kulturstiftung Voraussichtlich im Herbst wird das Lesebuch „Beuys in hessischen Sammlungen“ erscheinen, das bei der Hessischen Kulturstiftung entsteht. Es soll einen Überblick über die Beuys-Werke geben, die sich in den Landesmuseen Kassel, Darmstadt, Wiesbaden und im Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt sowie in privaten Sammlungen befinden. Die Stiftung hat mit Mitteln des Landes mehrere Ankäufe von Werken des Künstlers für hessische Museen gefördert, darunter zuletzt der „Boxkampf für direkte Demokratie“ für das MMK im November 2018.

Die Museumslandschaft Hessen Kassel würdigt ebenfalls Beuys mit Aktionen und Präsentationen. In der neuen Galerie stellt sie beispielsweise das Werk „Das Rudel“ aus. Ein Überblick über alle Angebote findet sich online.

www.beuyslaborkassel2021.de

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