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Holzkreuze erinnern an einer improvisierten Gedenkstätte in Wiesbaden an die getötete Susanna.

Kriminalität

Mordfall Susanna: Mordverdächtiger Ali B. will aussagen

Der 21-Jährige soll die Wiesbadener Schülerin vergewaltigt und getötet haben. Außerdem soll er eine Elfjährige missbraucht haben.

Im Prozess um den Mord an der 14-jährigen Susanna wird mit einer Aussage des Angeklagten Ali B. gerechnet. Die Verteidigung des irakischen Flüchtlings habe angekündigt, dass sich der zu Prozessbeginn 22-Jährige in dem Verfahren zu den Vorwürfen äußern wolle, sagte ein Sprecher des Wiesbadener Landgerichts. Der Prozess beginnt am kommenden Dienstag.

Ali B. soll die aus Mainz stammende Schülerin laut Anklage im vergangenen Jahr Ende Mai in einem Waldstück nahe des Wiesbadener Stadtteils Erbenheim vergewaltigt und anschließend getötet haben. Die Staatsanwaltschaft geht von Heimtücke als Mordmerkmal aus. Die Leiche der Schülerin war am 6. Juni gefunden worden.

Wenige Tage nach dem gewaltsamen Tod von Susanna war der junge Iraker mit seinen Eltern und Geschwistern aus der Flüchtlingsunterkunft in Wiesbaden in den kurdisch kontrollieren Nordirak ausgereist. Die kurdischen Sicherheitsbehörden nahmen ihn dort jedoch fest und übergaben ihn der Bundespolizei. Diese brachte Ali B. zurück nach Hessen. Seit dem 10. Juni sitzt er in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt I. in Untersuchungshaft.

In einem anderen Fall, der zusätzlich ab 19. März vor Gericht kommt, wird dem Mann vorgeworfen, ein elfjähriges Mädchen in einer Asylunterkunft in Wiesbaden-Erbenheim mehrmals vergewaltigt zu haben. (dpa)

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