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Eine Besucherin geht in der Austellung "Moderne am Main 1919-1933" an Tischleuchten von Christian Dell vorbei.

Frankfurt/Main

„Die Moderne am Main“: Ausstellungsreihe zum Bauhaus

Anlässlich des 100. Bauhaus-Geburtstages gibt es in Frankfurt gleich drei Ausstellungen.

Bundesweit wird dieses Jahr der 100. Bauhaus-Geburtstag gefeiert - Frankfurt will sich dabei mit drei Ausstellungen als Keimzelle der Moderne präsentieren. Die erste Schau zeigt ab 19. Januar, dass es damals nicht nur um pionierhafte Wohnsiedlungen ging. Unter dem Titel „Moderne am Main“ will das Museum für Angewandte Kunst bis 14. April auf 1200 Quadratmetern beweisen, dass das „Neue Frankfurt“ in der Zeit von 1919 bis 1933 weit über die Stadt hinaus auch in der Mode, im Produkt- und Industriedesign Spuren hinterließ.

Frankfurt war damals aus Sicht der Kuratoren ein avantgardistisches Zentrum, das der vor allem in Weimar und Berlin beheimateten Künstlerbewegung Bauhaus nicht nachstand. Dessen „Werkstatt“ etwa bei der Herstellung von Gebrauchsmöbeln sei das „Neue Frankfurt“ gewesen, sagt Kurator Matthias Wagner K. Berühmt wurde die „Frankfurter Küche“, die als Prototyp der Einbauküche gilt. Doch in Frankfurt ließ der Industrielle Harry Fuld auch den Prototyp eines „Volkstelefons“ entwickeln. Im neuen Frankfurter Radiosender (Südwestdeutscher Rundfunk) wurde 1924 das erste Hörspiel produziert.

Die Reihe zum „Neuen Frankfurt“ wird mit der Ausstellung „Neuer Mensch, neue Wohnung“ am 23. März im Deutschen Architekturmuseum fortgesetzt. Im Zentrum steht die Wohnungspolitik des legendären Frankfurter Stadtplaners Ernst May in den Jahren 1925 bis 1933. Wie sich in Mays Siedlungsbauten heute wohnt, zeigt das Historische Museum vom 16. Mai bis 15. September. (dpa)

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