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Christoph 2“ ist zurück in Frankfurt.
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Christoph 2“ ist zurück in Frankfurt.

Unfallklinik

Moderne Basis für „Christoph 2“

Rettungshubschrauber startet und landet wieder auf dem Dach der Unfallklinik.

Christoph 2“ ist zurück in Frankfurt. Der Rettungshubschrauber startet und landet ab heute wieder vom Dach der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU), von einer erneuerten, supermodernen Plattform auf dem Dach der Klinik an der Friedberger Landstraße. Seit 1972 hat der Helikopter dort seinen festen Standort. Während der vergangenen drei Jahre war er wegen der Sanierungsarbeiten verlegt worden, nach Friedrichsdorf. Nun sind alle froh, dass die Zeit der Interimslösung mit alternativem Landeplatz und einer provisorischen Rettungswache vorbei ist.

„Wir freuen uns, dass nach dieser wichtigen Modernisierungsmaßnahme ‚Christoph 2‘ wieder an unserer Klinik stationiert ist“, so Geschäftsführerin der BG Unfallklinik, Abir Giacaman.

Weithin zu sehen ist der Hangar mit dem orangefarbenen Helikopter, der auf dem Dach im 13. Stockwerk der Klinik seine Operationsbasis hat. Die ist nun ausgestattet mit einem integrierten, elektronisch gesteuerten Schlitten als Start- und Landeplattform, der auf Stahlrollen aus dem Hangar hinausfährt. Dank dieser mobilen Plattform hat der Landeplatz nun ein einheitliches Niveau, was für Piloten und Rettungsteams nicht nur komfortabler, sondern auch deutlich sicherer ist. Vorher musste „Christoph 2“ auf einem etwa 33 Zentimeter hohen Teller gleichsam eine Punktlandung hinlegen.

Auch bei der Flugtechnik wurde nachgebessert. Wetterstation und Landeplatztechnik sind komplett erneuert, die Kerosinbetankung ist nach modernen Umweltschutzkriterien auf den neuesten Stand gebracht. Neu eingerichtet wurde auch die Rettungsleitstelle im Geschoss unterhalb des Hangars. Rund sechs Millionen Euro hat die Sanierung gekostet.

„Innerhalb von weniger als zwei Minuten ist der Hubschrauber startklar“, erklärt Uwe Schweigkofler, leitender Unfallchirurg und Vorsitzender des Fördervereins „Rettungshubschauber (RTH) Christoph 2“. Startklar bedeutet: Pilot am Steuer, Rettungsassistent und Notarzt an Bord und einsatzbereit. „Im Durchschnitt fliegen wir drei bis vier Einsätze täglich“, so Schweigkofler.

Fragen nach den spektakulärsten Einsätzen, den gefahrvollsten Interventionen quittiert der erfahrene Unfallchirurg und Notarzt mit einem Kopfschütteln und der lakonischen Bemerkung: „Es gibt keine spektakulären Einsätze.“ Um dann aber doch ein wenig auszuholen und zu erklären, was er damit meint. „Für jeden Patienten, den wir mit dem Helikopter transportieren, ist es eine schwerwiegende Erfahrung, auf diese Weise in eine Klinik zu kommen. Wir legen Wert darauf, dass wir keinerlei Schilderungen und Bewertungen abgeben. Das gehört zur Philosophie von ‚Christoph 2‘: Jeder Fall ist gleich wichtig und verlangt dieselbe Aufmerksamkeit.“

Man merkt: Solche Fragen hat Uwe Schweigkofler offenbar schon häufiger gehört. Kein Wunder: Wenn „Christoph 2“ eingesetzt wird, denkt jeder an das Schlimmste, an Lebensgefahr und Rettung in letzter Minute.

Damit ein Schwerkranker oder Schwerverletzter mit dem Helikopter transportiert werden könne, erklärt der erfahrene Notarzt, müsse er stabil sein. „An Bord können wir Patienten gut versorgen, aber keine große Medizin machen.“ Zudem sei die Bewegungsfreiheit in dem Helikopter begrenzt, alle Personen seien aus Sicherheitsgründen angeschnallt. Die große Stärke des Helikopters sei die Geschwindigkeit, mit der der Patient in eine geeignete Klinik gebracht werde. Seine optimalen Möglichkeiten entfalte „Christoph 2“ beim Einsatz in der Fläche, wenn ein Patient etwa aus dem Spessart so rasch wie möglich in eine für sein Krankheits- oder Verletzungsbild optimal geeignete Klinik gebracht werden müsse.

Einsatzbereit ist der Rettungshubschrauber von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das Luftrettungsteam besteht aus einem Arzt der BG Unfallklinik, einem Rettungsassistenten der Frankfurter Berufsfeuerwehr sowie einem Piloten der Bundespolizei von der Fliegerstaffel Fuldatal. Die meisten Einsätze fliegt er wegen Verkehrs- und Arbeitsunfällen.

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