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Das Vereinsleben in den hessischen Dart-Teams leidet durch Corona.
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Das Vereinsleben in den hessischen Dart-Teams leidet durch Corona.

Darts in Hessen

Mitgliederschub durch die Darts-WM

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Zwar werden durch das TV-Event in England wieder mehr Interessenten bei den hessischen Dartvereinen anfragen, doch der Dartsport kämpft in Corona-Zeiten um den Zusammenhalt.

Der Dartsport in Hessen hat wie viele andere Sportarten in der Pandemie stark gelitten. Die zwei vorherigen Spielzeiten mussten abgebrochen werden, die aktuelle Saison sei knapp zur Hälfte absolviert, sagt der Präsident des hessischen Dartverbands, Klaus Pabst. Momentan befinde man sich in der Winterpause.

„Wir bemerken einen Mitgliederschwund“, führt Pabst aus. Mannschaften hätten sich aus dem Ligabetrieb zurückziehen müssen, weil Mitglieder aufgehört haben oder sich nicht impfen lassen wollen oder können – bei den Ligaspielen gelte aber die 2G-Regel. Die Corona-Beschränkungen beeinflussten auch die Ranglisten-Turniere negativ. „Wir finden niemanden mehr, der so ein Turnier ausrichten möchte.“ Das Risiko, auf den Kosten sitzenzubleiben, weil die Veranstaltung vielleicht doch abgesagt werde, sei vielen zu hoch. Beschränkte Zuschauerzahlen aber schmälerten die Einnahmen zusätzlich.

Dabei lief es in den Jahren vor Corona gut. „Wir hatten in den letzten Jahren einen merklichen Anstieg bei Spielerinnen und Spielern“, sagt Pabst. Ein Grund dafür sei auch immer wieder die WM im Dezember. Das Interesse boomte, als der gebürtige Idsteiner Max Hopp 2020 die dritte Runde erreichte.

Grundlage sei allerdings immer der Verein selbst. Hier spricht Pabst die Jugendarbeit an, die im Darts äußerst schwierig sei. Der Sport sei mit den schweren und spitzen Pfeilen zu gefährlich, bekomme er öfter zu hören. Auch das Image, es handele sich um einen Kneipensport inklusive Bier und Zigarettenrauch, hängt der Sportart noch an. Pabst betont, dies seien zwar die Wurzeln, aber längst nicht mehr die Realität, dieser Imagewandel müsse jedoch erst vollzogen werden, ehe Darts wirklich in der Gesellschaft ankomme.

Dass Darts mittlerweile ein Hochleistungssport sei, predigt auch immer wieder Lutz Landua, Sportwart beim Regionalen Dartsportverein (RDV) Frankfurt. „In keiner anderen Sportart ist ein Millimeter daneben so weit vorbei“, sagt er und lacht. Man müsse stets fokussiert und konzentriert sein. Beim RDV Frankfurt spielen 14 Mannschaften, der Verein hatte einzelne Teams aufgefangen, weil es einen eingetragenen Verein braucht, um im Ligabetrieb des Dartverbands mitzumischen.

Landua bedauert, dass Corona das Vereinsleben nun etwas entzweie. Innerhalb der Teams gehe es immer um das Miteinander und dass man viel Spaß habe. „Früher hat man sich auch außerhalb des Darts getroffen.“ Viele Spieler aber seien nach der Corona-Zwangspause nicht zurückgekommen. Dabei sei Darts etwas für jedermann, jedefrau. „Wir haben Mädels, die einen richtig guten Dart spielen.“ Allerdings sei ihre Zahl immer noch gering.

Das bedauert auch Albert Schmidt vom DSV Hanau. Dort gebe es nur ein aktives weibliches Mitglied, das aber „manchen schon das Fürchten gelehrt“ habe. Er bemerke, dass es keinen großartigen Zuwachs bei Neumitgliedern gebe. Die WM werde aber einen Schub bringen. „Danach gibt es mehr Anfragen.“ Das bestätigt Herbert Schulze, Vorsitzender des DC Krone in Hattersheim. „Nach der WM gibt es häufiger Interesse.“ In diesem Jahr seien bisher vier neue Spieler dazugekommen, der Verein habe nun rund 65 Mitglieder. Dabei seien Neue gern gesehen und kämen in den vier Mannschaften auch zum Einsatz. Schulze hofft, dass der Spielbetrieb weitergeht. „So weit wie jetzt waren wir schon lange nicht mehr“, sagt er zweckoptimistisch. mic

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