Druckerei APM in Darmstadt

120 Mitarbeiter erhalten die Kündigung

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Die insolvente Druckerei APM in Darmstadt muss ihren Betrieb einstellen, nachdem die Suche nach einem Investor gescheitert ist. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert die Firmenchefs.

Die Nachricht erreichte die 120 Beschäftigten der insolventen APM Produktions GmbH in Darmstadt am Tag nach Weihnachten: Sie wurden von Insolvenzverwalterin Julia Kappel-Gnirs mit sofortiger Wirkung freigestellt und sollen in den nächsten Tagen ihre Kündigungen erhalten. Nach einer Mitteilung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich damit die Hoffnungen zerschlagen, zum Jahreswechsel einen Investor zu finden, der die Muttergesellschaft Alpha Print Medien AG und die Beschäftigten der Tochterfirma APM Produktions GmbH übernimmt.

Laut dem zuständigen Verdi-Fachbereichsleiter Manfred Moos wird die Druckerei nach dem Scheitern der Verkaufsverhandlungen ihren Betrieb einstellen. Moos spricht zugleich von einem „verantwortungslosen Handeln der Firmenchefs“, das weitere 120 Arbeitsplätze koste, nachdem bereits im Oktober mehr als 30 Beschäftigten das Unternehmen hätten verlassen müssen. Die Auszubildenden des Unternehmens sollen möglicherweise die Chance erhalten, ihre Ausbildung in einem anderen Druckbetrieb fortzusetzen. Moos geht davon aus, dass die Schließung der Druckerei vermeidbar gewesen wäre, wenn die Anteilseigner Torsten Voß und Andrew Seidl ein wirkliches Interesse am Erhalt des Standortes und der Arbeitsplätze gehabt hätten. Die Investorensuche sei jedoch seit Monaten „nur halbherzig und sehr dilettantisch“ betrieben worden, moniert Moos. 

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