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Erfolgreicher Erlenbach-Forscher: David Mittag vom Büchner-Gymnasium. privat
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Erfolgreicher Erlenbach-Forscher: David Mittag vom Büchner-Gymnasium. privat

Bad Vilbel

Mit Erfolg den Erlenbach erforscht

Der Bad Vilbeler Schüler David Mittag ist erneut beim Wettbewerb „Jugend forscht“ ausgezeichnet worden. Seine Lehrer sind von seinen akribischen Untersuchungen begeistert.

Für sein Projekt „Erlenbach-Screening“ hat David Mittag den ersten Preis im Fachgebiet Biologie beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ Rhein-Main West erhalten. Die Auszeichnung wird von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gestiftet. Für den 18-jährigen Schüler des Bad Vilbeler Georg-Büchner-Gymnasiums (GBG) ist es bereits der zweite Preis beim bundesweiten Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“. Zur Auszeichnung gehören ferner ein Geldpreis von 75 Euro und Ausrüstung.

„Dieses Mal habe ich mir den kompletten Erlenbach von der Quelle am Sandplacken im Taunus bis zur Einmündung in die Nidda bei Bad Vilbel-Massenheim angesehen“, berichtet der Schüler. Entlang des 30 Kilometer langen Flusses hatte er zehn Wasser-Entnahmestellen eingerichtet. „Zusätzlich habe ich mir die Struktur des Baches angesehen und erfasst, ob das Gewässer naturnah belassen oder von Menschen verändert wurde.“

Förderung

Das Jugend-Forscht-Projekt „Erlenbach-Screening“ am Bad Vilbeler Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) von David Mittag (18) im Fach Biologie, das Lehrer Marc Grahmann betreut, wurde über drei Jahre von der Fraport, der BVB-Stiftung und dem Förderverein des GBG mit rund 4000 Euro unterstützt.

2021 beläuft sich die Förderung auf rund 1500 Euro. (cf)

Dabei hat er wie bei den beiden Vorgängerprojekten „Erlenbach-Check“ physikalische, chemische und biologische Untersuchungen unternommen, um Wasserqualität und Artenvielfalt zu erfassen und zu bestimmen. Bei den Vorgängerprojekten war meist Lehrer Marc Grahmann mit am Erlenbach. „Inzwischen macht David alles selbstständig. Er ist der Experte“, freut sich der Biologielehrer. Er und seine Kolleg:innen sind begeistert von Einsatz, Akribie und Beharrlichkeit des jungen Nachwuchsforschers. „Die Datenlage des Erlenbach-Screenings ist vergleichbar mit der einer Forschungsarbeit“, sagt Grahmann.

„Der Erlenbach hat von der Quelle bis zum Klärwerk in Ober-Erlenbach Wassergüte I bis II“, stellt Mittag fest. Unterhalb des Klärwerks seien deutlich mehr Chemikalien im Wasser, die Wassergüte sinke auf IV. Im Mündungsbereich bei Massenheim verbessere sich die Wassergüte auf III. „Das ist ein Beleg für den Erfolg der Renaturierung“, bilanziert der Schüler. Aber die Kläranlagen müssten weiter verbessert werden, damit Deutschland sein Ziel erreiche, und alle Gewässer Güteklasse II haben. Die Wassergüte wird von der Menge lebender und abgestorbener Organismen bestimmt. Es gibt vier Wassergüte-Klassen – von kaum verunreinigt (I) bis sehr stark verunreinigt (IV).

„Die von David erhobenen Daten sind wichtig für alle, die sich die Gewässergüte der Nidda ansehen sowie für Angelsportvereine. Kleine Gewässer wie der Erlenbach sind wichtige Rückzugsorte für Fische. Im Erlenbach werden wieder Bachforellen angesiedelt“, sagt Projektbetreuer Grahmann.

Das Erlenbach-Screening-Projekt fließt als besondere Lernleistung in Mittags Abitur ein. Und im April steht der mehrtägige Landeswettbewerb-Entscheid bei Merck in Darmstadt an.

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