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Der Hopper ist als Ruf-Bus seit 2019 in einem Pilotprojekt in Seligenstadt, Mainhausen und Hainhausen unterwegs. Foto: kvgOF / pineda-fotografie
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Der Hopper ist als Ruf-Bus seit 2019 in einem Pilotprojekt in Seligenstadt, Mainhausen und Hainhausen unterwegs.

Rödermark

Mit dem Hopper in Rödermark zum Arzt oder Supermarkt

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
    schließen

Die Stadtverordnetenmehrheit spricht sich für die Einführung des Ruf-Busses Hopper in der Stadt aus. Freie Wähler und FDP stören sich an den Kosten.

In Rödermark könnte im Sommer kommenden Jahres der Hopper der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (KVG) unterwegs sein. Die Mehrheit der Stadtverordneten sah den kleinen Ruf-Bus in der Sitzung am Dienstagabend als Chance für die Feinerschließung der fünf Rödermarker Ortsteile. Die Finanzierung des Angebots sorgte allerdings für Diskussionen.

Das Bus-Taxi auf Abruf, ohne festen Fahrplan und festes Ziel, ist seit 2019 in Hainburg, Mainhausen und Seligenstadt bis nach Hanau unterwegs. Wer mitfahren will, bucht den Hopper mittels App, legt zusammen mit anderen seinen Weg zurück und steigt direkt vor der Haustür wieder aus. Die KVG plant, das Einsatzgebiet zu erweitern, und fragt aktuell die grundsätzliche Bereitschaft der Kommunen zur Einführung ab.

Im Jahr 2012 ließ die KVG erstmals zwei Stadtbuslinien im Probebetrieb fahren, der gut drei Jahre dauerte. „Aber der Stadtbus war zu starr“, sagte Bürgermeister Jörg Rotter (CDU). Deshalb wurde er von den Bürgern nicht angenommen und im Jahr 2016 eingestellt. Seitdem seien die fünf Ortsteile „suboptimal miteinander verbunden“. Der Hopper sei eine sinnvolle Ergänzung zur Linie 95 vom Stadtteil Urberach nach Dietzenbach, sagte Thomas Rosenblatt (CDU). Er könne Lücken in der Personenbeförderung schließen.

FDP und Freie Wähler stören sich an den Kosten. Bis Ende 2022 hat die Stadt halbjährlich knapp 170 000 Euro zu zahlen, im Jahr 2023 dann 85 000 Euro pro Halbjahr. Ab 2024 trägt die KVG das vollständige Defizit. Der Bund fördert den Hopper mit insgesamt 3,6 Millionen Euro bis Ende 2024; das sind rund 40 Prozent der Kosten. Bis Ende 2023 müsse die Stadt „viele Hunderttausend Euro“ bereitstellen, monierte Tobias Kruger (FDP). Danach finanziere man den Hopper indirekt über die Kreisumlage.

Andere Städte hätten in den letzten Jahren viel mehr und viel klarer in den ÖPNV investiert, sagte der Bürgermeister. „Wir sind im Kreis Offenbach das Schlusslicht bei den Aufwendungen für den ÖPNV“, erklärte er.

Rüdiger Werner (FDP) sah den Hopper als Konkurrenz für die örtlichen Taxis. Rödermark investiere aktuell 50 000 Euro pro Jahr in den ÖPNV, andere Kreiskommunen dagegen 500 000 bis 800 000 Euro jährlich. Der Stadtbus, der keine Akzeptanz fand, habe als Projekt 150 000 Euro gekostet. Wenn die Förderung des Hoppers durch den Bund wegfalle, habe die Stadt bis zu 800 000 Euro pro Jahr zu zahlen. Das sei ein riesiger zusätzlicher Posten.

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