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Mit dem Bähnchen in den Hunsrück

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Von: Andreas Hartmann

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Parallel zur Hunsrückbahn verläuft ein schöner Wanderweg.
Parallel zur Hunsrückbahn verläuft ein schöner Wanderweg. © Hartmann

Viele Nebenstrecken sind in den vergangenen Jahrzehnten geschlossen worden. Wenigstens teilweise überlebt hat die Hunsrückbahn, die angeblich steilste Bahnstrecke Deutschlands.

Heute führt sie noch von Boppard nach Emmelshausen, früher konnte man bis nach Simmern reisen. Attraktiv ist die Bahnlinie nicht nur wegen der schönen Streckenführung über historische Viadukte und durch dichten Wald, sondern auch, weil sie Wanderlustigen entlang der Bahntrasse eine interessante, 16 Kilometer lange Wanderung fast nur bergab ermöglicht.

Die Strecke ist nicht besonders stark befahren, Züge sind da nicht störend, sondern eher eine Attraktion. Die Betreiber haben an verschiedenen Aussichtspunkten sogar Fahrpläne aufgestellt, damit Bahnfans gleich die richtige Uhrzeit für interessante Fotos vorfinden.

Der erstaunlich flotte Regionalexpress von Frankfurt über Rüsselsheim, Mainz und Bingen braucht bis Boppard rund anderthalb Stunden. Dort steigt man um in das kleine Bähnchen in Richtung Emmelshausen, für das das 9-Euro-Ticket ebenfalls gültig ist. Die Tour startet an der Endstation, reine Gehzeit etwa 4,5 Stunden.

Ziel der Wanderung ist die alte Stadt Boppard mit ihren römischen und mittelalterlichen Zeugnissen, den verkehrsberuhigten Rheinterrassen, den vielen Kneipen und der imposanten Flussschleife. Boppard ist an sich schon sehenswert, nach der Wanderung lohnt sich eine lange Pause mit Besichtigung – und es gäbe auch noch eine ganze Reihe attraktiver Rundtouren, die hier starten, oder die Sesselbahn auf den Bopparder Hamm, Wiederkommen lohnt sich.

Direktzüge Richtung Koblenz fahren ab Frankfurt Hauptbahnhof alle zwei Stunden (Vorsicht, man muss den Zug über Mainz nehmen, nicht über Rüdesheim/Neuwied).

Bahntouren mit dem Neun-Euro-Ticket

Live-Fernsehen im Zugfenster. Möglichst schnell und minutengenau von A nach B war gestern – das Neun-Euro-Ticket macht den Weg zum Ziel. Eine Gesamtschau.

Bahntouren (1): Die große Flussfahrt - an Rhein, Mosel, Saar und Nahe. Zugegeben: Wer unsere Flusstour komplett fährt, ist einen großen Teil des Tages unterwegs. Aber das lohnt sich. Hier ist eine Strecke schöner als die andere. Und von Frankfurt aus mit nur zwei Umstiegen machbar.

Bahntouren (2): Mitten durch den tiefen Odenwald. Grün soweit das Auge reicht. Unendlich viele Wandermöglichkeiten. Und eine Strecke, die zum großen Teil denkmalgeschützt ist: die Odenwaldbahn. Mit Stopp in Heidelberg.

Bahntouren (3): Quer durchs Frankenland. Die Bahnstrecke von Frankfurt nach Bamberg ist so schön, dass sie wie von Tourismusbüros erfunden scheint.

Bahntouren (4): Mit dem Bähnchen in den Hunsrück. Viele Nebenstrecken sind in den vergangenen Jahrzehnten geschlossen worden. Wenigstens teilweise überlebt hat die Hunsrückbahn, die angeblich steilste Bahnstrecke Deutschlands.

Was ist Ihre Lieblingsstrecke? Die Frankfurter Rundschau schlägt Ihnen auf dieser Doppelseite einige Bahntouren vor, die der Redaktion als besonders reizvoll erscheinen. Da das Neun-Euro-Ticket ganze drei Monate lang Zeit bietet, neue Gegenden zu erkunden, fragen wir Sie, liebe Leserinnen und Leser: Was ist Ihre Lieblingsstrecke im Bahnverkehr? Und was finden Sie an ihr so reizvoll? Bitte schreiben Sie uns Ihre Vorschläge – am besten per E-Mail an die Adresse stadtredaktion (at) fr.de mit dem Stichwort „Meine Lieblingsstrecke“. Die Redaktion sammelt Ihre Einsendungen und stellt ausgewählte Ideen vor.

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