+
Bienen am Himmel.

Umwelt

Ministerin: Beim Insektenschutz kann jeder mithelfen

Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) hat die Hessen zum Mitmachen beim Insektenschutz aufgerufen.

„Bei der insektenfreundlichen Bepflanzung kann auch jede Bürgerin und jeder Bürger etwas unternehmen“, sagte sie am Samstag beim Naturschutzforum in Wetzlar. "Denn für Pflanzen, die Insekten Nahrung bieten, braucht es keinen großen Garten, auch auf kleinen Balkonen kann man solche blühfreudigen Pflanzen wie Lavendel, Sonnenhut und Astern, halten." Die Landesregierung selbst setze auf verschiedenen Ebenen an, um die Situation für bestäubende Insekten zu verbessern, erklärte Hinz. Dazu gehörten die Förderung des Ökolandbaus, die Unterstützung für Bauern bei der Anlage von Blühstreifen und das Programm „100 Wilde Bäche“, mit dem zahlreiche Gewässer wieder in einen natürlichen Zustand zurückversetzt werden sollen.

Die Umweltorganisation NABU Hessen forderte die Landesregierung bei dem Naturschutzforum auf, ein umfassendes Konzept für die Insektenvielfalt vorzulegen und es zügig umzusetzen. Kritisiert wurde, dass bestehende Förderinstrumente des Naturschutzes für Landwirte  „zu kompliziert und bei ihnen kaum bekannt“  seien. „Die Förderung des Insekten- und Vogelschutzes muss so einfach gestrickt sein, dass man einen Antrag in einer Stunde ausfüllen kann“, forderte NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare