Störche in Bensheim.
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Störche in Bensheim.

Störche

Mindestens 800 Brutpaare

Die Zahl der Brutpaare ist in dieser Saison Naturschützern zufolge weiter gestiegen - auf mindestens 800.

Im Vorjahr waren es in Hessen etwa 750 Storchen-Brutpaare, diesmal mindestens 800, wie Bernd Petri berichtete, Vogelkundler und stellvertretender Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) Hessen. „Es gibt mittlerweile so viele Weißstorchpaare in Hessen, dass nicht jedes Nest entdeckt wird.“ Der Experte schätzte, dass es im Juni/Juli rund 4000 Störche - erwachsene Vögel sowie Jungtiere - in Hessen geben könnte. Das wären dann so viele wie in den vergangenen 200 Jahren nicht mehr in der Region.

Die Zugvögel sind besonders häufig in der Wetterau anzutreffen, in den Kinzigauen, im Rhein-Main-Gebiet - und vor allem in Südhessen. Der Kreis Groß-Gerau gehöre zu den „Top-Storchenregionen“, sagte Petri. Das dortige Schutzgebiet sei eines der storchenreichsten in Europa.

Die Tiere brauchen längst nicht mehr überall künstliche Nistmasten für ihre Gelege. „Störche sind selbstständig“, erläuterte Petri. So nisten die Vögel auch auf Bäumen - deswegen sei es wichtig, dass etwa alte Pappeln und Weiden möglichst stehen bleiben. Problematisch ist dem Experten zufolge, dass sich Störche mittlerweile auch auf Strommasten zum Brüten niederlassen. In solchen Fällen müssten die - leeren - Nester entfernt werden.

Die gute Entwicklung bei den Tieren führt der Ornithologe auf Naturschutzmaßnahmen zurück, auf Klimaveränderungen und darauf, dass die Vögel reichlich Futter finden können. Als Allesfresser werden sie demnach beispielsweise auch auf Deponien fündig. Zur Hauptnahrung der Weißstörche gehören aber Würmer, Mäuse oder Insekten. (dpa)

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