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In den nächsten Jahren sind die Mieterinnen und Mieter der NH vor Erhöhungen im Umfang der Vorjahre geschützt.

Nassauische Heimstätte

Mieterhöhung bei Heimstätte bleibt klar unter dem Limit

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Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte hat gesetzliche Möglichkeiten für Mieterhöhungen bei weitem nicht ausgeschöpft.

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte (NH) hat die Mieten in ihren Wohnungen in den vergangenen Jahren bei weitem nicht so stark angehoben wie sie dürfte. Bei etwa einem Viertel der Wohneinheiten, bei denen das erlaubt war, wurden die Möglichkeiten voll ausgeschöpft. Dort gab es Erhöhungen von 15 Prozent innerhalb von drei Jahren.

Das geht aus einer Antwort des hessischen Wirtschafts-Staatssekretärs Jens Deutschendorf (Grüne) auf Fragen hervor, die von der SPD-Abgeordneten Elke Barth gestellt worden waren. Die Zahlen beziehen sich auf die rund 22.400 Wohnungen der NH in angespannten Wohnungsmärkten. 

Erhöhung lag im Schnitt bei 7,2 Prozent in drei Jahren

Sozialwohnungen wurden nicht berücksichtigt, denn bei ihnen darf die Miete ohnehin nicht so stark erhöht werden. Auch rund 5100 Wohnungen, bei denen es einen Mieterwechsel gab, sind nicht in dieser Rechnung enthalten – denn da gelten andere Grenzen für eine Erhöhung. Einschließlich all dieser Bleiben umfasst der Bestand der NH in den angespannten Wohnungsmärkten gut 34.200 Wohneinheiten.

Dort, wo das Unternehmen den Spielraum voll ausschöpfte, handelte es sich nach Angaben der NH „um Wohnungen, für die auch nach der Mieterhöhung weiterhin eine relativ geringe Miete gezahlt wird“, wie Staatssekretär Deutschendorf mitteilte. In gut zehn Prozent der Wohnungen in den angespannten Märkten verzichtete die NH von 2015 bis 2018 ganz auf Mieterhöhungen. Bei den meisten Wohnungen gab es Erhöhungen unterhalb des Maximums. Sie blieben im Schnitt bei 7,2 Prozent in drei Jahren.

Kaum nennenswerte Mieterhöhungen in den nächsten Jahren 

Für Frankfurt, wo mehr als 10.000 der betreffenden Wohnungen stehen, ist die Verteilung ähnlich. Auch hier wurden die Mieten in etwa einem Viertel der Fälle maximal erhöht. In Wiesbaden waren es etwa 29 Prozent der gut 3000 Wohnungen, in Offenbach rund 26 Prozent von 1600 Wohnungen. Besonders häufig wurden die Mieten in Schwalbach angehoben. Dort traf es 624 Wohnungen und damit rund zwei Drittel des Bestandes. In weiteren 288 Schwalbacher Wohnungen der NH, bei denen es niedrigere Mieterhöhungen gab, fiel sie aber mit durchschnittlich 13,4 Prozent ebenfalls kräftig aus.

In den nächsten Jahren sind die Mieterinnen und Mieter der NH vor Erhöhungen im Umfang der Vorjahre geschützt. Wer in einer Immobilie des Unternehmens wohnt, muss in den nächsten fünf Jahren mit höchstens einem Prozent Mietzuschlag pro Jahr rechnen. Das hatte die damalige Aufsichtsratsvorsitzende, Umwelt ministerin Priska Hinz (Grüne), Ende vorigen Jahres verkündet.

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