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Frankfurt liegt bei der Studierendenzahl nicht mehr auf Platz eins
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Frankfurt liegt bei der Studierendenzahl nicht mehr auf Platz eins

Studie für Rhein-Main

Metropolregion muss sich anstrengen

Nach einer Standort-Studie der Initiative Wissensregion muss sich die Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main anstrengen, um weiter „kluge Köpfe“ anziehen zu können.

Von Anne Strotmann

Die Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main muss sich anstrengen, um eine starke Wissens- und Wirtschaftsregion zu bleiben: Das schließt die Initiative Wissensregion (WiR) aus der „Wissensbilanz 2016“, einer jetzt vorgelegten Benchmark-Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt, des Regionalverbands und der Wirtschaftsinitiative Frankfurt-Rhein-Main.

Für die Studie wurden die Schwächen und Stärken der Metropolregion Frankfurt-RheinMain analysiert und mit anderen deutschen Metropolregionen verglichen. Denn: „Wertschöpfung, Wachstum und Wohlstand entscheiden über das Wohl und Weh einer Region“, sagte Mathias Müller, Präsident der IHK, bei der Präsentation der Studie.

Ein Standortfaktor sei zentral: „Das Wissen, das Know-how oder auch das intellektuelle Kapital einer Region.“ Daher schlossen 2008 sich die IHK Frankfurt, der Regionalverband und die Wirtschaftsinitiative zusammen zur Initiative Wissensregion – man wollte strategisch als Region auf globale Entwicklungen reagieren können, um sich im internationalen Standortwettbewerb behaupten zu können.

Um den Status quo der Region für die Studie zu ermitteln, wurde ein Set aus insgesamt 30 Indikatoren entwickelt, fünf davon beziehen sich auf die Wirtschaftskraft. Doch auch „weiche Standortfaktoren“ wie Kultur und Umwelt zögen „kluge Köpfe“ an. Die Region wurde zwar mit den zehn anderen großen Metropolregionen verglichen. Ein Gesamtranking wurde jedoch nicht erstellt, weil die einzelnen Indikatoren nicht gewichtet werden könnten, da sie kaum vergleichbar seien.

Vier Kernthemen wurde dabei für die Region als bedeutungsvoll eingestuft: „Leben und Arbeiten in einer attraktiven Region“, „Exzellenz in Lehre und Bildung“, „Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur“ sowie „Innovationskraft“.

Häufiger Hochschulreife

In einigen Feldern hat sich die Region Frankfurt-Rhein-Main verbessert, beispielsweise hat sich die Zahl der Schulabgänger mit Hochschulreife erhöht. „In anderen Bereichen hat die Dynamik aber auch nachgelassen“, gibt Müller zu bedenken: Die Anzahl der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung ist laut Wissensbilanz um elf Prozent zurückgegangen. Bei der Studierendenzahl war Frankfurt jahrelang auf Platz eins, nun wurde sie von der Region Rhein-Ruhr überholt. Beim Einwerben von Drittmitteln lag der Anstieg unter dem Bundesdurchschnitt. Wilhelm Bender, Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsinitiative Frankfurt-RheinMain, hebt allerdings hervor, dass man hier auf dem richtigen Weg sei: „Die Berührungsängste zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sind ganz sicher abgebaut.“ So bestimmten Drittmittel ein Drittel des Gesamtetats der Goethe-Universität.

Ludger Stüve vom Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main kommt zu dem Schluss, dass die ganze Region „endlich an einem Strang ziehen“ müsse, um näher an die Spitze des internationalen Standortwettbewerbs zu rücken. Vor allem bräuchte sie schnell Lösungen für die Flächenkonkurrenz und mehr Wohnraum.

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