Industrie in Hessen

Metallindustrie in Hessen leidet unter Rezession

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Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie verzeichnen starke Auftragsrückgänge. Der Arbeitgeberverband Hessenmetall geht davon aus, dass diese sehr viel Geld investieren müssen, wenn sie erfolgreich bleiben wollen.

Die Unternehmen der hessischen Metall- und Elektroindustrie haben nach einer Mitteilung des Arbeitgeberverbands Hessenmetall auch zu Beginn dieses Jahres mit erheblichen Produktions- und Auftragsrückgängen zu kämpfen. Besonders treffe dieser die Bereiche Automotive und Maschinenbau. Zugleich hätten die Unternehmen einen tiefgreifenden Strukturanpassungsprozess zu bewältigen, heißt es. Nach einem Kurzgutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft erwarten bundesweit 72 Prozent aller Industrieunternehmen eine anhaltend schwache Entwicklung.

Wolf Matthias Mang, Vorstandschef von Hessenmetall, sieht die Unternehmen der Branche in einem „Schraubstock aus konjunkturellen und strukturellen Hemmnissen“. Um global weiter erfolgreich zu sein, müssten diese „immense Innovations- und Investitionsleistungen erbringen“. Gerade die Digitalisierung der Produktion sei extrem teuer und aufwendig. Kostensteigerungen könnten die Unternehmen daher nicht gebrauchen, sagt Mang – und wirbt für die im März beginnende Tarifrunde für einen „maßvollen Abschluss“.

Die Unternehmen haben den Strukturwandel nach Beobachtung des Verbands „aktiv angepackt“, sind, wie Mang sagt, „auf dem Weg zur digitalen Fitness“ entscheidend vorangekommen. Bei einer Umfrage von Hessenmetall, an der sich 121 Unternehmen beteiligten, schätzte sich rund die Hälfte von diesen als „eher hoch digitalisiert“ ein. Die andere Hälfte sucht nach Mitteilung des Verbands der Metall- und Elektrounternehmen noch nach Möglichkeiten, die digitalen Innovationen und Technologien für sich nutzbar zu machen.

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