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Mehr Wohngeld, mehr Arbeit

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Landratsamt rechnet wegen der neuen Gesetzgebung mit vielen Anträgen

HOCHTAUNUS - Mehr Menschen als bisher haben von Januar 2023 an Anspruch auf Wohngeld. Das teilt die Kreisverwaltung mit. Das sogenannte Wohngeld plus sei ein wichtiger Teil des Entlastungspakets des Bundes, um Haushalte mit geringem Einkommen zu unterstützen, die unter den Energiekosten und steigenden Preisen leiden. Zudem wird das Wohngeld höher. Davon profitieren auch Haushalte, die es derzeit schon bekommen.

„Wie viele Haushalte im Kreis ab Januar neu Wohngeld erhalten, ist noch unklar“, erklärt Sozialdezernentin Katrin Hechler (SPD). „Denn zur Zielgruppe zählen Bürgerinnen und Bürger, die bisher noch keine Leistungen erhalten haben, aufgrund ihres Einkommens aber ab Januar einen Anspruch haben.“

Für den Kreis stelle die Neuerung eine enorme Herausforderung dar. Zahlreiche Anfragen zum Wohngeld hätten die dortige Wohngeldbehörde bereits erreicht - einige Details seien aber derzeit noch unklar, da das Gesetz erst kürzlich beschlossen wurde. Im Landratsamt erwartet man einen erheblichen Aufwand zur Bearbeitung der zahlreichen Anträge - deren Bearbeitung könne einige Zeit in Anspruch nehmen, warnt die Verwaltung. Es gehe aber kein Geld verloren: „Wer Anspruch hat, erhält diesen ab dem Monat der Antragstellung rückwirkend ausgezahlt“, so der Kreis. Die Wohngeldbehörde übernimmt diese Aufgabe für alle Kommunen des Landkreises und ist unter der E-Mail-Adresse wohngeld@hochtaunuskreis.de zu erreichen. Ausnahme ist die Stadt Bad Homburg, da diese eine eigene Wohngeldstelle hat.

Alle Bürger, deren Einkommen nur knapp für Miete und Alltagskosten reiche, können und sollten prüfen, ob sie einen Anspruch auf Wohngeld haben. „Allerdings nur dann, wenn sie nicht bisher schon Leistungen wie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Grundsicherung beziehen“, heißt es aus dem Landratsamt.

Wohngeld wird vor allem an Familien, Alleinerziehende oder Rentnerinnen und Rentner gezahlt, deren Einkommen nur knapp oberhalb der Grundsicherungsgrenze liegt. Ob ein Anspruch auf Wohngeld besteht und wie hoch dieser ausfällt, könne erst nach der Prüfung des Antrags festgestellt werden.

Antragsformulare und weitere Informationen gibt es auf der Website des Landkreises (www.hochtaunuskreis.de) über die Unterrubriken „Themenfelder“, „Soziales-Integration“, „Soziale-Leistungen“ und „Wohngeld“. red

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