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Unternehmen versuchen, Schüler mit Werbung zu locken.

Schulen in Hessen

Mehr Wachsamkeit

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Was ist schon Werbung, was noch Sponsoring? Die Schulen in Hessen brauchen Unterstützung und müssen sie wahrnehmen. Ein Kommentar.

Nicht immer ist Werbung an der Schule offensichtlich wie im Fall des Möbelhauses Porta. Doch selbst dieses Angebot wurde von Lehrkräften ins Haus geholt. Man mag es kaum glauben.

Oft kommen Werbebotschaften unterschwellig herein, als Unterrichtsmaterial mit kleinem Logo zum Beispiel. Man kann es den stark geforderten Pädagogen kaum verdenken, dass sie zugreifen, wenn sie interessante Themen gut aufbereitet bekommen – und nur den kleinen Schriftzug in Kauf nehmen müssen.

Das Land Hessen hat sich mit seiner Gesetzesänderung einen schlanken Fuß gemacht. Werbung ist verboten, Sponsoring kann erlaubt werden – aber wo liegt die Grenze?

Die Lehrerinnen und Lehrer brauchen Unterstützung, um das zu entscheiden. Das können die Staatlichen Schulämter machen wie bisher. Eine länderübergreifende Monitoringstelle wäre sinnvoll – denn dort könnten sich neben den Lehrkräften auch Eltern und Schüler schlaumachen.

Am wichtigsten ist aber das Problembewusstsein an den Schulen. Im Fall Porta hatten die Schulen gar nicht erst beim Schulamt nachgefragt. Mehr Wachsamkeit wäre geboten.

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