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Mehr Rechte und Chancen für Frauen

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Gleichstellungsbeauftragte planen Aktionstag und Richtlinie gegen Diskriminierung

OBERURSEL - Der Frauenschwimmkurs war ein voller Erfolg. 25 Frauen mit Migrationshintergrund haben Anfang des Jahres im Taunabad schwimmen gelernt. „Gerade für Mütter ist es wichtig, selbst schwimmen zu können, um die eigenen Kinder leichter zum Schwimmunterricht zu motivieren“, erklärt Sabine Weil. Sie ist die neue interne Gleichstellungsbeauftragte der Stadt und teilt sich die bisherige Stelle der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten mit Daria Pilka, die als externe kommunale Gleichstellungsbeauftragte fungiert und zudem für die Antidiskriminierungsstelle zuständig ist.

Im Sozial-, Bildungs- und Kulturausschuss stellten die beiden ihren Jahresbericht vor. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Schutz vor Diskriminierung und sexueller Belästigung sowie die Kontaktpflege zu Verbänden, Fraueninitiativen und Beratungsstellen. Ferner Öffentlichkeits- und Sensibilisierungsarbeit. Grundlage ist das Bundesgleichstellungsgesetz.

Ende November 2021 war die damalige Frauenbeauftragte Gabriela Wölki in den Ruhestand gegangen. Seit Dezember ist Weil nun Gleichstellungsbeauftragte mit 20 Wochenstunden. Die 46-Jährige ist bereits seit 25 Jahren im Rathaus beschäftigt. Pilka ist 31 Jahre alt, kommt „frisch von der Uni“ und wurde am 1. Juni mit 19,5 Wochenstunden eingestellt. Sie soll verschiedene Formen von Diskriminierung in Oberursel aufdecken und ihnen entgegenwirken. Die Benachteiligungen können sich beispielsweise auf Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Alter, Sexualität, ethnische Herkunft oder eine Behinderung beziehen. Unter anderem plant Pilka, eine Antidiskriminierungs-Richtlinie zu erstellen. Zudem ist sie in Sachen Antidiskriminierung zentrale Ansprechpartnerin für Bürgerinnen und Bürgern sowie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Oberursel.

Zurück zum Schwimmerbecken: „Die Nachfrage nach Frauenschwimmkursen ist nach wie vor groß“, berichtet Weil. Das Projekt wurde vom Schwimmclub Oberursel (SCO) 1958 und den Stadtwerken unterstützt. Eine schöne Erfahrung für 24 Mädchen und sechs Jungen der Klassen 5 bis 7 war der Girls-and-Boys-Day in der Stadtverwaltung und bei Bau & Service Oberursel (BSO), berichtet Weil weiter. Der bundesweite Aktionstag soll junge Leute auch dazu ermutigen, sich bei der Berufswahl nicht durch Geschlechterklischees einschränken zu lassen.

Für den „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November planen die Gleichstellungsbeauftragten gemeinsam mit dem Verein Frauen helfen Frauen und dem Frauennetzwerk Aktionen in der Stadt, um für Opfer häuslicher Gewalt zu sensibilisieren und auf Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen.

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