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Der Regionalverband hat eine Radwege-Offensive beschlossen. (Symbolbild)

Verkehr

Mehr Radwege zwischen den Städten

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Der Regionalverband übernimmt Planung und Organisation für den Bau neuer Strecken. Damit nicht nur die Städter, sondern auch die Pendler profitieren.

Der Regionalverband macht es sich zur Aufgabe, die (zahlreichen) Lücken im Radwegenetz zu schließen. Damit sollen die Verbindungen zwischen den Städten und Gemeinden in der Rhein-Main-Region verbessert werden.

Einstimmig haben die Vertreter der 75 Verbandskommunen am Mittwoch eine sogenannte Radwege-Offensive beschlossen. Demnach wird der Verband nun alle Lücken in den regionalen Fahrradrouten erfassen. Dann soll festgelegt werden, welche Strecken als erste ausgebaut werden müssen. Dies soll bis Ende des Jahres geschehen sein.

500 Kilometer fehlen

Parallel dazu sollen Machbarkeitsstudien für weitere Radschnellwege erarbeitet werden, kündigte der Erste Beigeordnete und Mobilitätsdezernent Rouven Kötter (SPD) an. Neu ist, dass der Verband nicht nur Strecken plant, sondern sich auch um die die Organisation des Baus kümmern will. „Wir sind als Verband der Lobbyist der Region und können zwischen den Interessen der einzelnen Kommunen vermitteln“, sagte Kötter. Zugleich beglückwünschte er Frankfurt zu der am Dienstag vorgestellten Initiative zur Förderung des Radverkehrs in der Stadt.

„Wir nehmen nun die Pendler in den Fokus“, kündigt er an. Ziel sei es, den Bewegungsraum zwischen den Kommunen auszubauen. „Radverkehr allein ist nicht die Lösung, aber wir wollen aus der Mode Radfahren einen Dauerzustand machen.“

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) lobte die Initiative. In der Rhein-Main-Region fehlten 500 Kilomoter überörtliche Radwege. Ebenso fehle eine Organisationsstruktur, die es ermöglicht hätte, Radverbindungen über Gemeindegrenzen zügig zu realisieren. Der Regionalverband schließe eine Zuständigkeitslücke, die den Bau neuer Routen erschwert habe.

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