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Es muss nicht immer das Auto sein: Auch zu Fuß kommt man auf die Wasserkuppe.

Wintersport in Hessen

Mehr Parkplätze auf Wasserkuppe

Auf der Suche nach Lösungen für die Verkehrsprobleme auf Hessens höchstem Berg.

Zur Lösung der Verkehrsprobleme auf der Wasserkuppe bei schönem Winterwetter arbeiten die Behörden an einem Konzept. Denn regelmäßig bricht auf Hessens höchstem Berg in der Rhön der Verkehr zusammen. Die Polizei musste in diesem Jahr bereits an drei Tagen zeitweise Zufahrtsstraßen sperren, weil zu viele Tagestouristen und Wintersportler auf den 950 Meter hohen Bergg drängten. Der Verkehrsfluss brach zusammen, und die Zahl der knapp 1000 Parkplätze reichte nicht für den Besucheransturm – obwohl sich baulich zuletzt viel getan hat.

An 10 bis 15 Tagen pro Jahr kommt es auf der Wasserkuppe zu massiven Engpässen, wie Bruno Günkel, Regionalentwickler beim Landkreis Fulda, sagt. „Dann ist die Wasserkuppe überfüllt. Von Verkehrschaos möchte ich aber nicht sprechen.“

Vorne hoch, hinten runter?

Um die Probleme in den Griff zu bekommen, gibt es viele Überlegungen und Pläne. Mittelfristig sollen 250 weitere Parkplätze in Gipfelnähe gebaut werden, wie Günkel sagt. Zudem solle ein Parkleitsystem installiert werden, das anreisende Besucher auf Tafeln frühzeitig informiert, wo noch freie Parkplätze sind. Zudem schwebt dem Landkreis ein Shuttle-Service in Zusammenarbeit mit einem privaten Betreiber vor. Auch der öffentliche Personennahverkehr solle optimiert werden, erklärt Günkel.

Der Skilift-Betreiber auf der Wasserkuppe schlägt als kurzfristige Lösung eine Einbahnstraßenregelung vor. „Besucher fahren auf der einen Seite den Berg hoch, auf der anderen Seite wieder hinunter, und auf der unbenutzten Fahrspur kann geparkt werden“, sagt Martin Kirchner.

Der Landkreis empfiehlt Besuchern in diesem Winter, frühzeitig anzureisen und auch Ausflugsalternativen auszuloten. Schlittenfahren sei auch am Simmelsberg möglich. Auf der Wasserkuppe selbst könnte man trotz des milden Wetters auch am Wochenende Ski fahren. Fast alle Lifte und Pisten waren in Betrieb. Die Schneehöhe betrug dank Kunstschnee rund 70 Zentimeter. Auch am benachbarten Zuckerfeld liefen die Lifte. (dpa)

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