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Im "Urwald Sababurg" steht eine knorrige, alte Eiche, die bereits einen tragenden Ast verloren hat.

Mehr Naturwälder für Hessen

Zehn statt acht Prozent des hessischen Staatswaldes sollen künftig nicht mehr bewirtschaftet werden.

Der Anteil der sich selbst überlassenen Zonen im hessischen Staatswald soll wachsen. Derzeit würden acht Prozent nicht bewirtschaftet, teilte der Landesbetrieb Hessenforst mit. Künftig soll es diese "Kernflächen Naturschutz" auf zehn Prozent des Gebiets geben. Das hat die schwarz-grüne Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. 

In solchen Arealen kann sich der Wald natürlich weiterentwickeln, Bäume werden nicht mehr gefällt und totes Holz liegen gelassen. Der Anteil der Naturwälder an der gesamten hessischen Waldfläche, die auch in privater und kommunaler Hand sein können, soll fünf Prozent betragen.

Hessenforst zufolge wurden im Jahr 2012 die ersten "Kernflächen Naturschutz" ausgewiesen. Die erste Erweiterung auf acht Prozent der Staatswaldfläche erfolgte 2015, in diesem Jahr steht die nächste an. Derzeit laufe dazu die Abstimmung mit den Naturschutzverbänden vor Ort.

Der Naturschutzbund Hessen (Nabu) begrüßt die Planungen. Wenn Wälder in den Schutzzonen nicht mehr bewirtschaftet werden, verbesserten sich dort die ökologischen Bedingungen. Vor kurzem hatte der Nabu mitgeteilt, dass bei Hungen (Kreis Gießen) ein neues Naturwaldgebiet auf einer Fläche von etwa 785 Hektar entstehen soll. (dpa)

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