Rhein-Main

Mehr Nachhaltigkeit in Hessens Kinos

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Fünf ausgewählte Einrichtungen in Hessen erhalten eine Beratung. Dafür wird der „Preis für nachhaltiges Kino“ nur noch alle zwei Jahre verliehen.

Fünf Kinos in ganz Hessen sind vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst als Referenzkinos ausgewählt worden, um an einem Beratungsprogramm teilzunehmen: die „Lumos Lichtspiel Lounge“ in Nidda (Wetteraukreis), das „Capitol Kino“ in Witzenhausen (Werra-Meißner-Kreis), das Kino „Traumstern“ in Lich (Landkreis Gießen), das Kommunale Kino Weiterstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg) und das „Mal Seh’n Kino“ im Frankfurter Nordend. Dafür wird in diesem Jahr der „Preis für nachhaltiges Kino“ nicht verliehen und soll von diesem Jahr an turnusmäßig nur noch alle zwei Jahre vergeben werden.

Die betreffenden Kinos sollen zu Nachhaltigkeit beraten werden, um so ihre bereits vorhandenen nachhaltigen Ansätze weiterzuentwickeln und anderen Kinos als Vorbild zu dienen. Dabei werden die Einrichtungen vom Film- und Kinobüro Hessen und der Lust auf besser leben gGmbH unterstützt. „Wir haben bei der Auswahl der Referenzkinos eine tolle Mischung gewinnen können: Land und Stadt, privatwirtschaftlich, genossenschaftlich und kommunal geführt, Kinos mit unterschiedlichen Programmprofilen. Somit können die Erkenntnisse der fünf Referenzkinos in die gesamte Kinolandschaft wirken“, so Erwin Heberling, Geschäftsführers des Filmbüros Hessen.

Im „Mal Seh’n Kino“ in Frankfurt bezieht Martin Loew schon seit 15 Jahren ausschließlich Ökostrom. Außerdem versuche er, möglichst auf Plastik zu verzichten und habe das 100 Jahre alte Haus - so gut es eben geht - barrierefrei ausgebaut, sagt er. Es gebe dennoch immer blinde Flecken, an denen man sich noch verbessern könne.

Auch die anderen Kinos verfolgen bereits nachhaltige Ansätze. So setzen die Betreiber im kommunalen Kino in Weiterstadt etwa auf regionale und Bio-Produkte oder einen kostenfreien Shuttle-Service, damit nicht jeder sein eigenes Auto benutzt.

Ralf Schuhmacher vom Capitol Kino in Witzenhausen betonte, dass Nachhaltigkeit alle Bereiche betreffe und auch schon im Kleinen beginne. Es gelte zudem, inhaltlich Akzente zu setzen, den Zuschauer für das Thema zu sensibilisieren, beispielsweise durch Dokumentationen wie „More than Honey“, welche sich mit dem weltweiten Bienensterben und den daraus folgenden Problemen für unsere Erde auseinandersetzt. Das stoße bei den Kinobesuchern in Witzenhausen auf gute Resonanz. Das bestätigten auch die anderen Kinobetreiber.

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