Eine geschlossene Schranke mit einem entsprechenden Hinweisschild versperrt Besuchern die Zufahrt zum Langener Waldsee.
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Eine geschlossene Schranke mit einem entsprechenden Hinweisschild versperrt Besuchern die Zufahrt zum Langener Waldsee.

Freizeit

Mehr Kontrollen an Badeseen

Sommerliche Temperaturen  lassen auf einen Liegeplatz hoffen. Die Anreise per Auto ist mancher Gemeinde aber ein Dorn im Auge. Und es gibt noch andere Probleme.

Der Langener Waldsee hat wegen des Park-Chaos am vergangenen Wochenende vorerst gänzlich dicht gemacht.

An der Grube Prinz von Hessen in Darmstadt will man am Wochenende genau hinsehen. „Auch in Darmstadt spielt die Waldbrandgefahr eine Rolle. Hinzu kommt das zuweilen rücksichtslose Zuparken von Rettungs- und Radwegen“, sagte ein Sprecher der Stadt. Eine Schließung der Grube sei derzeit nicht geplant. Zunächst solle es stärkere Kontrollen und Appelle geben. Aus dem Krisenstab zur Covid-19-Pandemie hieß es zum Wochenstart, der Andrang sei aufgrund der Hitze so groß gewesen, dass beide Straßenseiten und die Radwege mit bis zu 300 Autos zugeparkt worden seien.

Am Twistesee bei Bad Arolsen im Landkreis Waldeck-Frankenberg kam es am Wochenende zu zahlreichen Parkverstößen, wie der parteilose Bürgermeister Jürgen van der Horst sagte. Am kommenden Wochenende würden die Sicherheitsbehörden ihre Kontrolltätigkeit verstärken. Das schließe auch das konsequente Abschleppen von Fahrzeugen ein, die auf Rettungswegen abgestellt werden. „Wir sind auf eine größere Zahl von abzuschleppenden Fahrzeugen vorbereitet.“

Gewappnet sieht man sich am Strandbad Spessartblick in Großkrotzenburg im Main-Kinzig-Kreis. Es gebe knapp 2000 Parkplätze, hieß es bei der Bad-Verwaltung. Wenn es zu voll werde, würden die Leute abgewiesen, dabei helfe das Ordnungsamt. Am Wochenende seien sechs Einweiser beschäftigt gewesen.

Am Bärensee in Bruchköbel hat man die Tore für Tagesgäste dichtgemacht, um Chaos zu verhindern. „Wir sind einer der größten Campingplätze“, sagte der Leiter der wirtschaftlichen Betriebe der Stadt, Ralf Keim. Geöffnet sei nur für Dauercamper. Derzeit seien rund 3000 Menschen auf dem Platz. „Externe Badegäste, das schaffen wir nicht, das sprengt unsere Kapazitäten.“

Nach dem tödlichen Badeunfall an einem Baggersee bei Groß-Rohrheim im Kreis Bergstraße - ein 17 Jahre alter Nichtschwimmer war ertrunken - ziehen die Verantwortlichen die Reißleine. Der See wird eingezäunt. „Baden war da schon immer verboten“, so der Bürgermeister der Gemeinde, Rainer Bersch. (dpa)

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