Gesundheit

Mehr Impfungen gegen Grippe

Die Nachfrage nach Impfdosen übertrifft bereits den Verbrauch der gesamten Vorjahressaison.

Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen: Eine richtige Grippe ist nicht zu unterschätzen. Eine Impfung kann helfen. Millionen Dosen für einen Schutz vor Influenzaviren sind bereits freigegeben.

Nach zwischenzeitlichen Lieferengpässen für Grippeimpfstoffe im vergangenen Jahr sind aktuell bereits mehr Impfdosen ausgeliefert worden als in der gesamten Vorjahressaison. Zur Impfung gegen Influenza sind nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts im südhessischen Langen bereits 16,5 Millionen Dosen freigegeben worden. Bis Ende November würden vermutlich weitere Chargen für Grippeschutzimpfungen dazukommen.

In der gesamten Vorsaison waren es 15,7 Millionen. Angaben über die Verteilung auf die Bundesländer konnte das Bundesinstitut, das für Impfstoffe und biomedizinische Arzneistoffe zuständig ist, nicht machen. Im vergangenen Jahr mussten wegen der hohen Nachfrage teils Impfstoffe im Ausland nachbestellt werden.

Die Grippe beginnt nach Einschätzung des rheinland-pfälzischen Landesuntersuchungsamts immer „recht zuverlässig“ nach dem Jahreswechsel. Derzeit seien noch keine Fälle in Rheinland-Pfalz bekannt, sagte der Sprecher der Behörde, Achim Ginkel, in Koblenz. Im Frühjahr 2019 seien 6800 Fälle in Rheinland-Pfalz gezählt worden. „Das waren relativ viel“ – obwohl im Rekordjahr 2018 sogar fast doppelt so viele Menschen an Grippe erkrankt waren (rund 13 800).

Zahlen über Erkrankungen im vergangenen Jahr lagen dem hessischen Sozialministerium nicht vor. In der Regel sei hierbei auch die Trennschärfe zwischen echten Grippefällen und grippalen Infekten beziehungsweise Erkältungen nicht gegeben. Landesweit starben nach Ministeriumsangaben in der letzten Grippesaison allerdings 25 Menschen an der Influenza. In der Saison davor waren es noch 72.

Bei den jetzt beginnenden Grippeschutzimpfungen sollten sich dem Robert-Koch-Institut zufolge vor allem Ältere, chronisch Kranke, Schwangere sowie Medizin- und Pflegepersonal rechtzeitig impfen lassen. Das Influenzavirus kann durch winzige Tröpfchen übertragen werden, etwa beim Niesen.

Auch in diesem Jahr wird nach Angaben des hessischen Sozialministeriums automatisch mit dem Vierfachwirkstoff geimpft. Vierfachwirkstoff bedeutet, dass er gegen die vier Haupttypen von Grippeviren wirkt. Der noch in der vorletzten Saison gängige Dreifachimpfstoff wirkte ausgerechnet nicht gegen den damals häufigsten Virustyp. (dpa)

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