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Die Feuerwehr im Einsatz (Symbolbild).
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Die Feuerwehr im Einsatz (Symbolbild).

Bad Vilbel

Mehr hauptamtliche Feuerwehrleute

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Wenn sie es sich damit nicht bei einigen Feuerwehrleuten verscherzt haben: Die Grünen lehnen als einzige den Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Feuerwehr ab.

A ls Grünen-Fraktionschef Jens Matthias am Dienstag im Stadtparlament über die Zukunft der Feuerwehr in Bad Vilbel sprach, hörten die Feuerwehrmänner mit ernster Miene zu. Wie seine Vorredner würdigte Matthias das vorbildliche ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) in Bad Vilbel, um anschließend zu begründen, weshalb sich seine Fraktion genötigt sehe, als einzige den neuen Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Feuerwehr Bad Vilbel abzulehnen.

Den Plan hat die Verwaltung zusammen mit der Bad Vilbeler Feuerwehrführung und den Fraktionsvorsitzenden von CDU und FDP erarbeitet. Die Opposition sollte nicht beteiligt werden. Die Erkenntnisse über Personalentwicklung, den Geräte- und Fuhrpark sowie die Feuerwehrhäuser hat die Stadtverwaltung in dem Plan zusammengefasst. Außerdem zeigt er, wie die FFW die gesetzliche Hilfsfrist von zehn Minuten einhält.

Was den Grünen nicht gefällt, ist die Absicht, noch mehr hauptamtliche Feuerwehrleute einzustellen. Dies könne nicht die Lösung sein für das Problem, „dass es zunehmend schwieriger wird, freiwillige Feuerwehrleute zu finden“, sagte Matthias.

Ähnlich äußerte sich Klaus Arabin (SPD), wobei seine Fraktion dem Plan zustimmte. Warum könnten im Alarmfall nicht auch Feuerwehrleute aus anderen Städten, die in Bad Vilbel arbeiteten, bei Bedarf aushelfen, fragte Arabin. Keine unberechtigte Frage, heißt es doch im Bedarfs- und Entwicklungsplan: „Selbst bei einer Gesamtalarmierung aller Feuerwehren der Stadt Bad Vilbel ist innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist meist nicht gewährleistet, dass ausreichend Kräfte zur Verfügung stehen.“

Bis 2026 soll sich die Zahl der hauptamtlichen Feuerwehr-Mitarbeiter verdoppeln – von derzeit sechs auf zwölf. Dies wäre der Spitzenplatz im Kreis, den heute noch Bad Nauheim mit acht Hauptamtlichen innehat. Zum Vergleich: In Friedberg gibt es zurzeit vier Hauptamtliche, in Karben und in Büdingen jeweils einen. Die Verdoppelung in Bad Vilbel, so heißt es in dem Plan, sei notwendig, weil weitere Baugebiete in Bad Vilbel entwickelt und besiedelt würden. Überdies könne man so die ehrenamtlichen Feuerwehrleute von „wiederkehrenden Aufgaben“ entlasten.

Matthias zufolge könnte die Stadt die Personallage entspannen, indem sie vom „dezentralen Konzept“ mit Feuerwehrhäusern in allen Stadtteilen abrücke. Kräfte könnten in der Kernstadt gebündelt werden und in den Ortsbezirken nur ein kleines Haus mit Einsatzfahrzeug verbleiben. So ließe sich auch die Hilfsfrist besser einhalten. Feuerwehrdezernent Sebastian Wysocki (CDU) lehnte den Vorschlag ab. Die Argumentation greife nicht am Abend und am Wochenende. Zudem setzten die Stadtteilfeuerwehren angesichts der örtlichen Gegebenheiten Schwerpunkte. 

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