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Mehr Geld für Kinder gefordert

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Von: Steven Micksch

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Soziales Frankfurter Bündnis wünscht sich Aufstockung des Haushalts

Der Frankfurter Jugendhilfeausschuss hat in einem Positionspapier Stellung zu den Haushaltsplänen der Stadt Frankfurt genommen. Das Papier wurde dem Magistrat und den Stadtverordneten vorgelegt. Nun hat ein Bündnis aus Frankfurter Jugendring, Liga der Freien Wohlfahrtspflege und dem Eigenbetrieb Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Frankfurt den Inhalten des Papiers nochmals Nachdruck verliehen.

Eine der Kernaussagen des Jugendhilfeausschusses: „Kinder und Jugendliche dürfen in der Corona-Pandemie nicht noch mehr unter sozialer Isolation, Einsamkeit, Traumata und Vernachlässigung leiden als zuvor. Sie müssen durch passende Angebote aufgefangen werden. Oberstes Ziel muss es auch in und nach der Pandemie sein, für ihre Integration, ihre Entwicklung und ihr Wohlergehen zu sorgen. Dies ist nur durch die entsprechenden finanziellen Mittel möglich.“

Laut Haushaltsvorschlag soll der Etat der Kinder- und Jugendhilfe weder erhöht noch gekürzt werden. Angesichts deutlicher Kürzungen in anderen Bereichen des Stadthaushalts sei dies positiv zu bewerten, so das Bündnis. Allerdings lasse dies „jedoch keine Entwicklungspotentiale zu und verbessert nicht die Situation der Kinder und Jugendlichen in der Stadt“. Durch Tarif- und Kostensteigerungen seien gleichbleibende finanzielle Mittel auch eher eine Kürzung.

Dem Corona-Aktionsplan der Stadt stehe das Bündnis wohlwollend gegenüber. Die freien Träger der Jugend- und Sozialhilfe haben bei der Erarbeitung geholfen und konkrete Hilfsangebote und dazugehörige Budgets formuliert. Beides müsse nun bei der Festlegung des Haushalts 2022 berücksichtigt werden.

Yassine Chaikhoun, Vorsitzender des Frankfurter Jugendrings, betonte: „Kinder und Jugendliche mussten während der Pandemie am meisten zurückstecken, wurden am wenigsten gehört. Wenn wir jetzt nicht auf ihre Bedarfe eingehen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um eine Kompensation der verloren gegangenen Jahre zu bewirken, verlieren wir sie als förderliche Mitgestalter:innen der Gesellschaft.“

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