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Mehr Arbeitslose im Kreis

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6244 Menschen haben im Oktober einen Job gesucht / Viele Ukrainerinnen und Ukrainer sind darunter

Main-Taunus - Die Arbeitslosigkeit im Main-Taunus-Kreis ist im Oktober völlig gegen den Landes- und Bundestrend angestiegen. Wie aus dem Bericht hervorgeht, den die Arbeitsagentur Bad Homburg veröffentlicht hat, stieg die Zahl der Arbeitslosen im Kreisgebiet um 0,9 Prozent, während sie in Hessen um 1,3 Prozent, bundesweit sogar um 1,7 Prozent abgenommen hat.

Ein Sonderfall ist der Kreis auch in der Region - im Kreis Groß-Gerau ging die Zahl der Arbeitslosen um 0,8 Prozent, im Hochtaunuskreis sogar um 2,3 Prozent zurück. Diese beiden Landkreise bilden zusammen mit dem MTK den Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur Bad Homburg. Schaut man auf die absoluten Zahlen, erkennt man im Kreisgebiet einen Zuwachs um 56 auf 6244 Menschen, die im abgelaufenen Monat einen neuen Arbeitsplatz gesucht haben. Gestiegen ist damit auch die Arbeitslosenquote, nämlich von 4,7 auf 4,8 Prozent. Das ändert die Verhältnisse - stand der Kreis früher deutlich besser da als Hessen insgesamt, weist das Bundesland mit einer Quote von 4,9 Prozent nur noch einen minimal schlechteren Wert auf als der Main-Taunus-Kreis.

Von den 6244 Arbeitslosen im Kreisgebiet sind 4431 dem Rechtskreis des SGB II zugeordnet. Diese Gruppe ist gegenüber dem vorigen Monat um 106 angestiegen, gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres sogar um 1299. „Der enorme Anstieg resultiert hier aus der Aufnahme der ukrainischen Geflüchteten in die Grundsicherung“, erläutert die Arbeitsagentur. Die werden nämlich gleich in diese Kategorie einsortiert.

Beim Blick auf die Zahlen für die Städte und Gemeinden fallen einige Besonderheiten auf. Ungewöhnlich ist vor allem der starke Rückgang der Zahl der Arbeitslosen in Eppstein. Dagegen sind die Zahlen in Kriftel und Liederbach stärker angestiegen, als zu erwarten wäre. Nicht auszuschließen ist, dass auch dies mit der Unterbringung von Flüchtlingen zu tun hat, die in diesem Jahr wiederholt für Sondereffekte in den Statistiken gesorgt haben.

Die Zahlen für die Kommunen: Bad Soden 485 (Veränderung gegenüber September: -3), Eppstein 310 (-27), Eschborn 555 (-2), Flörsheim 644 (+16), Hattersheim 1008 (-8), Hochheim 387 (-2), Hofheim 991 (+20), Kelkheim 677 (+14), Kriftel 245 (+17), Liederbach 262 (+16), Schwalbach 492 (+7) und Sulzbach 188 (+8). bt

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