Stau auf einer Autobahn.
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Stau auf einer Autobahn.

Verkehr

Mehr als 39.300 Stau-Stunden

Autofahrer brauchten im vergangenen Jahr oftmals reichlich Geduld, wenn es mal wieder hieß: Stau, nichts geht mehr. Im Vergleich steht das Transitland Hessen noch ganz gut da.

Hessens Autofahrer standen 2019 zwar seltener in Staus als im Jahr davor. Die Länge der Wartezeit stieg aber laut der am Donnerstag in Frankfurt vorgelegten Staubilanz des ADAC deutlich an. Insgesamt zählte der Automobilclub im vergangenen Jahr 57 699 Staus mit einer Länge von 112 304 Kilometern. Im Jahr zuvor waren noch 62 816 Staus mit einer Länge von 129 556 Kilometern registriert worden. Die Autofahrer mussten im Jahr 2019 dabei insgesamt 39 323 Stunden in ihren Fahrzeugen ausharren - über 5500 Stunden mehr als noch 2018. Die meisten Staus - rund 253 000 - zählte der ADAC im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen.

„Obwohl Hessens Autobahnen ein knapp 30 Prozent höheres Verkehrsaufkommen verkraften müssen als der Bundesschnitt, zeigen die Zahlen nur eine vergleichsweise moderate Staubelastung“, erklärte der ADAC-Verkehrsexperte Wolfgang Herda. „Trotzdem führen vor allem im Berufs- und Urlaubsverkehr selbst kleinere Ereignisse wie Auffahrunfälle schnell zu langen Staus.“ Besonders störanfällig seien dabei häufig die Baustellenabschnitte.

Viel Geduld brauchten Autofahrer insbesondere auf der A5 zwischen Alsfeld-Ost und Hattenbacher Dreieck: Dieser Abschnitt wies laut ADAC insgesamt die höchste Staubelastung auf, gefolgt von der A66 zwischen Wiesbaden-Erbenheim und Wiesbaden-Mainzer Straße sowie der A44 zwischen Kassel-Bad Wilhelmshöhe und dem Kreuz Kassel-West.

Nach Angaben des ADAC liegt dann ein Stau vor, wenn mehrere Fahrzeuge mehr als fünf Minuten unter 20 Stundenkilometer auf einer Länge über einem Kilometer fahren. „Liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 40 und 20 Stundenkilometer, sprechen wir von dem Ereignis „stockender Verkehr“„, teilte der Automobilclub mit. (dpa)

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