1. Startseite
  2. Rhein-Main

Meditieren mit wolliger Begleitung

Erstellt:

Kommentare

Yogalehrerin Marlies Römhild perfektioniert mit „Krümmel“ den „nach unten schauenden Hund“.
Yogalehrerin Marlies Römhild perfektioniert mit „Krümmel“ den „nach unten schauenden Hund“. Foto: Kunze © Kunze

Mit den „Kunznickel Alpakas“ auf dem Weg zur inneren Mitte.

Sie sind wollig und werden gerne mit den artverwandten Lamas verwechselt: Alpakas. Die drolligen Tiere auf Wanderungen mitzunehmen, ist nicht mehr neu. Etwas trendiger kommt das Alpaka-Yoga daher. Aufgrund ihrer friedvollen Natur eignen sich die Langhälse sowohl als ideale Weggefährten als auch als Meditationspartner.

„Beim Yoga geht es darum, im Einklang mit sich selbst zu sein. Das passt ganz gut zu dem Wesen der Alpakas“, sagt Mathias Jahl. Mit seiner Frau Sabrina leitet er die „Kunznickel Alpakas“, einen Landwirtschaftsbetrieb auf dem gleichnamigen Berg unweit der bayerischen Grenze.

Passive Partner

Nach kurzem gegenseitigen Beschnuppern werden die Kursteilnehmer samt Matte mit den Alpakas auf die Weide geführt. Allerdings darf man die aus den südamerikanischen Anden stammende Kamelart eher als passive Yogapartner verstehen. Die korrekte Ausführung des „nach unten schauenden Hundes“ demonstrieren die Tiere nur, wenn sie es wollen.

Denn sie sind zwar neugierige, aber auch äußerst vorsichtige Wesen. Spätestens im letzten Drittel der 90-minütigen Einheit mischen sich die Alpakas nach Marlies Römhilds Erfahrung für gewöhnlich unter den Kurs, stupsen die Neulinge an oder werfen einen verstohlenen Blick in deren Taschen. Römhild ist ausgebildete Yogalehrerin und Ayurveda-Gesundheitsberaterin und leitet nicht nur die Kurse auf dem Kunznickel, sondern auch das Yogazentrum Narayani in Gelnhausen.

Teilnehmer und Tiere stören einander nicht. Im Gegenteil: Dass die Alpakas immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich lenken, fördere nur die gewünschte Wirkung des Yoga, im Hier und Jetzt zu sein, sagt Römhild. „Alpakas spiegeln ihr Gegenüber“ – sowohl das Verhalten als auch den Charakter. Ist man ruhig und ausgeglichen, sind die Tiere es auch, lassen sich streicheln und suchen Nähe. Strahlt man aber Angst und Hektik aus, werden die ulkig aussehenden Wollknäuel bockig und suchen das Weite.

Besonders originell ist das „Alpaka-Speeddating“, bei dem die Tiere Amor und Eisbrecher zugleich sind. Immer zwei Teilnehmer teilen sich beim „Pakaship“ auf der Tour ein Alpaka, nach 15 bis 20 Minuten wechseln die Partner.

Information gibt es auf kunznickel-alpakas.de

Auch interessant

Kommentare