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Julia Blatt.

Ferien zu Hause

"Von den Molchen beeindruckt"

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Julia Blatt (37) aus Friedberg war bei der Führung im Max-Planck-Institut dabei.

Wieso haben Sie sich entschieden, am FR-Gewinnspiel fürs Max-Planck-Institut teilzunehmen?
Sobald ich die Übersicht über die angebotenen Führungen habe, treffe ich eine Auswahl. Dazu gehörte in diesem Jahr auf jeden Fall das Max-Planck-Institut. Ich wohne ja in unmittelbarer Nähe und wollte einfach die Gelegenheit nutzen, zu sehen, was vor meiner Haustür passiert. Ich wusste weder, wer Max Planck war, noch hatte ich eine Ahnung, worüber dort tatsächlich im Detail geforscht wird.

Und jetzt?
Jetzt bin ich richtig gut informiert. Selten fand ich eine Power-Point-Präsentation so spannend. Wie der Vortragende den Brückenschlag zwischen Geschichte, Forschung, Architektur und auch Politik hinbekommen hat, fand ich beeindruckend. Ich bin Pädagogin und ich fand sie didaktisch super aufgebaut. Es ist ja schon eine Kunst für sich, wissenschaftlich komplexe Zusammenhänge allgemeinverständlich weiterzugeben. Ich war schon nach diesem Teil sehr froh, für die Führung einen Platz bekommen zu haben. Selbst wenn es keine anschließende Führung durch die Labore gegeben hätte.

Wie war es in den Laboren?
Hier haben mich die Molche besonders beeindruckt. Unglaublich, dass sie über die Fähigkeit verfügen, sich über kaputtes Gewebe zu regenerieren. Und dabei noch nicht einmal besonders viel Energie verbrauchen, sondern eine lange Lebenserwartung haben. Spannend fand ich auch, dass Doktor Heil erzählte, dass man davon ausgeht, dass evolutionstheoretisch die Menschen diese Eigenschaften auch mal hatten, aber dass das viele Denken einfach zu viel Energie kostet. Da kommt man schon ins Grübeln. Wir sind immer so stolz auf unsere technischen Fortschritte. Man könnte auch sagen, würden wir uns darüber nicht so sehr den Kopf zerbrechen, hätten wir mehr Energie für die Regeneration unseres Körpers. Sehr spannend.
 
Was nehmen Sie sonst noch mit?
Die Arbeitsatmosphäre: international, viele jungen Menschen, und ich hatte den Eindruck, dass die Menschen recht entspannt miteinander arbeiten.

Interview: Jutta Himmighofen-Strack

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