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Breitbandversorgung

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Matter Start

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Der matte Start der Ministerin mag seine Gründe haben.  Doch in Zukunft wird mehr gebraucht als alter Wein in neuen Schläuchen.

Wer erwartet hat, dass Hessens erste Digitalministerin Kristina Sinemus in ihrer ersten Pressekonferenz Neuigkeiten zu verkünden hätte, sieht sich enttäuscht. Die Ministerin machte vielmehr deutlich, dass sie sich in ihren ersten vier Monaten im Amt eine Übersicht über die bestehenden Programme verschafft hat und dynamisch auftreten kann. Mehr nicht.

Sinemus hat bisher nichts zu bieten als bekannte Vorhaben, die sie als „Fünf-Punkte-Arbeitsprogramm“ zusammengefasst hat. Freilich erscheinen diese Pläne durchweg sinnvoll. So ist es für Bürger wie Unternehmen gleichermaßen entscheidend, dass sie über eine vernünftige Versorgung mit Glasfaserkabeln und mit Mobilfunk verfügen.

Insbesondere auf dem Land klaffen noch Lücken, die rasch geschlossen werden müssen. Es erstaunt, dass offenbar noch nicht einmal bekannt ist, wo sie sich befinden – und das, obwohl Hessen bereits im vorigen Jahr mit den Mobilfunkbetreibern vereinbart hat, diese „weißen Flecken“ weitgehend zu schließen. Sinemus hat dazu jedenfalls eine Bestandsaufnahme in Auftrag gegeben.

Der matte Start der Ministerin mag seine Gründe haben. Sie musste zunächst einmal ihre Mitarbeiter um sich scharen. Doch in Zukunft wird mehr gebraucht als alter Wein in neuen Schläuchen und große Worte vom „Silicon Valley Europas“.

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