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Marburg

Bewohner ohne Pflege

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Nach Corona-Ausbruch in Marburger Altenheim müssen Externe einspringen. Die Heimleitung schlug sehr spät Alarm.

Noteinsatz in einem Marburger Pflegeheim: Die 41 Bewohner:innen konnten nicht mehr versorgt werden, weil das Gros der Belegschaft an Corona erkrankt ist. „Wir haben erst mal ein Team hingeschickt, das die Menschen mit Essen und Trinken versorgt und die Windeln gewechselt hat“, berichtete am Donnerstag Stephan Schienbein, Pressesprecher des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der Frankfurter Rundschau.

Auch bei der Suche nach Ersatzpersonal habe der Landkreis die Heimleitung unterstützt. Qualifizierte Kräfte von externen Dienstleistern hülfen nun aus, auch andere Heime hätten Personal abgestellt. Nach einem Hilfeaufruf sei das Echo aus der Bevölkerung groß. Es gebe Angebote zu kochen und Wäsche zu bügeln. Nun gelte es zu sortieren, welche Hilfen tatsächlich benötigt werden. Die Situation habe sich zunächst mal entspannt, versicherte der Kreissprecher: „Bis über das Wochenende sind die Dienstpläne ohne Lücken.“

Am Mittwoch sah das noch ganz anders aus. „Die Lage in der Einrichtung ist sehr ernst“, hatte der Kreis mitgeteilt. „Wichtig ist, dass den Menschen jetzt schnell geholfen wird.“ Bei den meisten Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen sei das Coronavirus nachgewiesen worden.

Den Angaben zufolge hatte die Heimleitung am Dienstag Alarm geschlagen. Noch am Abend verschaffte sich der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes des Landkreises Marburg-Biedenkopf vor Ort ein Bild der Lage. Am Mittwochmorgen versorgten Kräfte des Fachbereichs Gefahrenabwehr die Bewohnerinnen und Bewohner mit Nahrung und Flüssigkeit. Gleichzeitig beriet der Corona-Koordinierungsstab der Kreisverwaltung über das weitere Vorgehen.

Nach der Prüfung unterschiedlicher Optionen kamen die Experten zu dem Schluss: „Die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner lässt sich unter den aktuellen Voraussetzungen am besten in der Einrichtung selbst sicherstellen.“

Wie es dazu kam, dass die Situation derart eskalierten konnte, werde zu einem späteren Zeitpunkt nachbereitet, sagte Schienbein. Jetzt gelte es den Betrieb aufrechtzuerhalten und die Heimleitung dabei nachhaltig zu unterstützen. Auch der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes sei weiterhin vor Ort im Einsatz, um den Gesundheitszustand der Bewohnerinnen und Bewohner zu beurteilen.

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