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Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand auf dem Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Frankfurter Römerberg.
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Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand auf dem Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Frankfurter Römerberg.

Justiz

Mann vergiftet und verletzt

Die Staatsanwaltschaft geht von einer Eifersuchtstat aus.  Die Angeklagte hatte erfahren, dass sich ihr Mann in eine andere Frau verliebt hatte.

Eine 34-jährige Angeklagte, die ihren seinerzeit von ihr getrennt lebenden Ehemann vergiftet und schwer verletzt haben soll, ist am Mittwoch nicht zu dem Prozess vor dem Landgericht Fulda erschienen. Die Frau lebt mittlerweile wieder in ihrem Heimatland Peru. Sie soll nun - notfalls auch per Haftbefehl - dazu gebracht werden, persönlich vor Gericht auszusagen, wie der Vorsitzende Richter erklärte.

Laut Anklage soll die Frau im November 2016 ihrem damaligen Noch-Ehemann in Fulda ein Getränk mit einem starken Schlafmittel (Benzodiazepin) verabreicht haben, um ihn zu betäuben. Nachdem er in einen Tiefschlaf gefallen war, soll sie ihm mit einem Teppichmesser die Pulsader aufgeschnitten und dabei die Beugesehnen seiner Finger durchtrennt haben. So habe die Angeklagte vortäuschen wollen, dass ihr Mann Selbstmord begangen habe.

Die 34-Jährige ist dennoch nicht wegen versuchten Mordes angeklagt, sondern wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Grund: Sie hatte den Rettungsdienst gerufen, als der Mann erwachte. Der Mann hat überlebt. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hat sie also offenbar ihren Tötungsvorsatz aufgegeben. Die Staatsanwaltschaft geht von einer Eifersuchtstat aus. Die Angeklagte hatte erfahren, dass sich ihr Mann in eine andere Frau verliebt hatte.

Das Gericht brachte für die Frau eine zweijährige Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung ins Gespräch unter der Bedingung, dass sie ein umfassendes Geständnis ablegt. Der Anwalt der Nebenklage verlangt zudem mindestens 7000 Euro Schmerzensgeld für den geschädigten Mann. Bis zum 18. Januar soll die Angeklagte dazu nun eine Stellungnahme abgeben. Ihre Verteidigerin erklärte, die Frau sei nicht zu der Verhandlung angereist, weil sie keine Betreuung für ihre kleine Tochter gefunden habe. (dpa)

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