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Der Schriftzug „S Bahn Rhein-Main“ steht auf einer S-Bahn in der ET-Werkstatt der Deutschen Bahn.

Frankfurt/Main

Mann schlägt wahllos S-Bahn-Fahrende: Unterbringungsprozess

Weil er in einer S-Bahn wahllos auf Fahrgäste eingeschlagen haben soll, muss sich seit Dienstag ein Mann vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. In dem Prozess geht es vor allem um die Frage, ob der laut Staatsanwaltschaft „unstreitig geisteskranke“

Weil er in einer S-Bahn wahllos auf Fahrgäste eingeschlagen haben soll, muss sich seit Dienstag ein Mann vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. In dem Prozess geht es vor allem um die Frage, ob der laut Staatsanwaltschaft „unstreitig geisteskranke“ 32 Jahre alte Beschuldigte dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden soll. Ende Mai vergangenen Jahres soll der Mann zunächst in einer S-Bahn am Frankfurter Flughafen einen ihm gegenüber sitzenden Fahrgast zwei Mal mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen haben. Kurz darauf attackierte er laut Vorwurf zwei weitere Fahrgäste, die dem Opfer zu Hilfe kommen wollten.

Nachdem er etwas von einem „Teufel“ und von kleinen Kindern erzählt hatte, die ihn überwachten, wurde er vorläufig in ein psychiatrisches Krankenhaus überführt. In ihren Schlussvorträgen zeigten sowohl der Anklagevertreter als auch die Verteidigerin Zweifel, ob die zu einer Unterbringung erforderliche erhebliche Wiederholungsgefahr vorliegt. Die Strafkammer entschied jedoch, den Mann zunächst weiter in der Anstalt zu belassen, bis Ende Januar ein weiteres psychiatrisches Gutachten sowie zusätzlich Krankenakten dem Gericht vorliegen.

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