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Manfred Jordis verzichtet auf Landtagsmandat

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Manfred Jordis red © Red

Eigentlich hätte Manfred Jordis, CDU-Politiker aus Bad Nauheim, die Nachfolge von Norbert Kartmann im Hessischen Landtag antreten sollen. Doch Jordis verzichtet - und erklärt warum.

Vor kurzem hatte der direkt gewählte CDU-Landtagsabgeordnete Norbert Kartmann mitgeteilt, sein Mandat zum Ende dieses Jahres niederzulegen (die WZ berichtete). Sein eigentlich vorgesehener Nachrücker Manfred Jordis aus Bad Nauheim verzichtet nun auf sein Mandat in Wiesbaden. In einer Pressemitteilung erläutert Jordis, die Mitteilung Kartmanns sei für ihn unerwartet gekommen. Bereits seit längerem habe es Gerüchte gegeben, dass Norbert Kartmann sein Mandat vorzeitig niederlegen würde. »Daran habe ich mich nie beteiligt«, schreibt Jordis.

»Auf der CDU-Wahlkreisdelegiertenversammlung am 4. November war davon nicht die Rede. Umso überraschter war ich daher, als ich bereits drei Tage später erfuhr, dass Norbert Kartmann sein Mandat zeitnah niederlegen würde. Ich finde es bedauerlich, dass diese Tatsache nicht vor der Versammlung mitgeteilt wurde. Die Wahlkreisdelegierten hätten das Recht gehabt, diese Information im Vorfeld zu erhalten. Sie hätte eine wesentliche Entscheidungsgrundlage dargestellt und die notwendige Transparenz geschaffen.« Jordis unterlag bei der Delegiertenversammlung knapp Annette Wetekam, die nun für den Wahlkreis kandidieren wird.

Wäre nur für etwa ein Jahr gewesen

Zur Begründung seines eigenen Mandatsverzichts schreibt Jordis: »Nach reiflicher Überlegung und einer gründlichen Abwägung bin ich zu dem Entschluss gekommen, das Mandat nicht anzunehmen. Die Annahme hätte bedeutet, dass ich das Mandat nur für ca. ein Jahr hätte ausüben können ohne die Möglichkeit einer Fortsetzung nach den Landtagswahlen im Herbst 2023. Bei der anschließenden Rückkehr in meinen Beruf als Lehrer hätte ich keinen Anspruch auf Wiedereinsetzung an meiner bisherigen Schule gehabt.« Während der Zeit im Landtag wäre er als Beamter beurlaubt worden, erläutert Jordis dazu.

Abschließend schreibt er in der Pressemitteilung: »Ein Landtagsmandat wäre eine großartige Erfahrung gewesen, allerdings überwiegen für mich wegen der fehlenden Perspektive klar die beruflichen Nachteile. Daher ist es für mich nicht sinnvoll, das Mandat nur für ein Jahr anzunehmen.« ARCHIVFOTO: PM

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