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Das Forschungslabor ermöglicht Reisen in die Vergangenheit von Mainz, Worms und Speyer. Olaf Hirschberg
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Das Forschungslabor ermöglicht Reisen in die Vergangenheit von Mainz, Worms und Speyer. Olaf Hirschberg

Mainz

Mainz: Digital ins Mittelalter

  • Meike Kolodziejczyk
    VonMeike Kolodziejczyk
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Hybrides Forschungslabor im Landesmuseum zeichnet die historische Stadtentwicklung von Mainz, Worms und Speyer nach – mit 3D-Rekonstruktionen und 3D-Modellen.

Digitale 3D-Rekonstruktionen, analoge 3D-Modelle, interaktive Touchscreens: In Mainz kann fortan mit moderner Technik in die Vergangenheit gereist werden. Das hybride Forschungslabor, das am Montag im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) eröffnet wurde, gewährt vielseitige Einblicke in die historische Stadtentwicklung von Mainz, Worms und Speyer. Besucherinnen und Besucher können ins Mittelalter eintauchen und die Zeit um 800 sowie um 1250 nach Christus nacherleben.

„Rheinland-Pfalz ist ein Land mit bedeutsamer Historie und uralter Siedlungsgeschichte, sogar weit über das Mittelalter hinaus“, betont der für Kommunalentwicklung und Kulturelles Erbe zuständige rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD). Die Entwicklung funktionaler und lebenswerter Städte sei damals wie heute ein „hochaktuelles Thema“ und zu allen Zeiten „eine große Herausforderung“. Wie diese einst gemeistert wurde, soll das neue Labor darstellen, das im Landesmuseum Mainz in Zusammenarbeit mit dem Architekturinstitut der Hochschule Mainz (AI Mainz) und dem Fachbereich Gestaltung der Hochschule Mainz realisiert wurde. „Das digitale Forschungslabor ist ein großer Gewinn für das Landesmuseum Mainz“, ist Direktorin Birgit Heide überzeugt. Es biete „Hightech zu Anfassen“ sowie Einsicht in „die Forschungsmethodik, die Möglichkeiten der digitalen Dokumentation und die Vielfalt der Vermittlung“.

Um die Stadtmodelle zu erstellen, wurden Erkenntnisse archäologischer Grabungen, der Baudenkmalpflege und der Bauforschung, Schrift- und Bildquellen sowie alte Stadtpläne berücksichtigt. Der älteste Stadtplan von Mainz aus dem 16. Jahrhundert zeigt zum Beispiel den bereits aus einer Schriftquelle des 10. Jahrhunderts bekannten Grüngürtel innerhalb des Stadtmauerrings. Darauf basierend wurde ein Teil der Bebauung hypothetisch ergänzt.

„Die digitale 3D-Rekonstruktion als Forschungsmethode zur historischen Stadtforschung bietet die Möglichkeit, den Wissensstand zu erfassen und eine hypothetische Visualisierung vergangener Stadträume und Bauwerke vorzuschlagen“, erklärt Piotr Kuroczynski, Professor für angewandte Informatik und Visualisierung im Bauwesen und Leiter des AI Mainz. „Es war für uns alle eine faszinierende Reise in die Vergangenheit“, ergänzt Olaf Hirschberg, Professor am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Mainz. Diese habe man „sowohl mit klassischen als auch partizipativen Methoden erschlossen“, um nun einem breiten Publukum „einen lebendigen Zugang in die Entwicklung mittelalterlicher Städte zu ermöglichen“.

www.landesmuseum-mainz.de

Rekonstruktion des Domareala in Mainz um 1250 nach Christus. AI MAINZ/GDKE

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