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Zwei Kandidaten für den CDU-Vorsitz

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Von: Andrea Rost

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Christian Vogt aus Wallau  wird von der CDU-Fraktion als neuer Stadtverbandschef empfohlen.
Christian Vogt aus Wallau wird von der CDU-Fraktion als neuer Stadtverbandschef empfohlen. © Surrey

Christian Vogt und Wolfgang Marschall wollen die Partei führen

Unter Personalnot scheint die CDU Hofheim nicht zu leiden. Kaum hat Frank Härder angekündigt, dass er nicht mehr für den Vorsitz des Stadtverbandes kandidieren will, stehen zwei potenzielle Nachfolger in den Startlöchern: Christian Vogt (32), Vorsitzender der CDU im Stadtteil Wallau, wurde als Kandidat von der Parlamentsfraktion empfohlen. Wolfgang Marschall (50), Chef der Diedenbergener CDU und 2007 bei der Bürgermeisterwahl als CDU-Kandidat der amtieren Verwaltungschefin Gisela Stang (SPD) unterlegen, hat seinen Hut selbst in den Ring geworfen.

Er habe schon vor zwei Jahren auf Bitten zahlreicher Mitglieder für den Vorsitz im CDU-Stadtverband kandidieren wollen, sagte Marschall der Frankfurter Rundschau; damals aber seine Bewerbung zurückgezogen, „damit nicht kurz vor der Kommunalwahl der Eindruck entsteht, dass die Partei zerstritten ist“. Nun will sich der Bankkaufmann der Herausforderung erneut stellen; der CDU-Stadtverband werde seines Wissens nach keine Wahlempfehlung abgeben. „Das Rennen ist also offen.“

Über 300 CDU-Mitglieder sind bei der Wahl am 8. Dezember in der Stadthalle wahlberechtigt. Auch Christian Vogt (32) rechnet sich sehr gute Chancen aus, dass er die Wahl gewinnt; die Fraktion habe ihn einstimmig empfohlen, und auch die Ortsverbände – mit Ausnahme des Diedenbergener – stünden hinter ihm, sagte der Jurist der Frankfurter Rundschau.

„Mein Wunsch ist es, Gräben zwischen dem Stadtverband und den Ortsverbänden zuzuschütten und alte Konflikte zu befrieden“, sagte Vogt, der für einen behutsamen Generationswechsel in der CDU stehen möchte, ohne dass altbewährte Kräfte deswegen außen vor sein sollen. Bereits am morgigen Donnerstag will er den Vorsitz der Wallauer CDU abgeben, um sich gegebenenfalls voll und ganz auf sein neues Amt konzentrieren zu können.

Härder geht ohne Groll

Frank Härder, der den CDU-Stadtverband 13 Jahre lang geführt hat und dabei parteiintern manchen Strauß ausfechten musste, scheidet ohne Groll. Er habe beruflich viel um die Ohren und wolle sich künftig auf seine Arbeit als Architekt konzentrieren, sagte er der FR.

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