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Zwei geplante Häuser sorgen für Wirbel

Bad Soden/Flörsheim Kirchen kritisieren "buddhistisches" Projekt / Sponsor finanziert Pläne des Vereins Lebensbrücke

Zwei stationäre Hospize sollen in den kommenden Monaten im Main-Taunus-Kreis entstehen. Spektakulärstes Projekt ist das Hospiz Kunto Sangmo. Der Frankfurter Buddhistische Verein für Lebens- und Sterbepraxis will es betreiben. Finanziert werden soll das 12-Betten-Haus, dessen Bau vom Dalai Lama unterstützt wird, mit Hilfe von Sponsoren. Engagieren will sich vor allem die King Kamehameha-Gruppe, ein Schweizer Architekturbüro hat das futuristische Design für das Haus entworfen.

In der Kurstadt ist das "buddhistische Hospiz" allerdings alles andere denn unumstritten. Vor allem die Dekane der christlichen Kirchen haben massive Kritik an dem Projekt geübt. Sie monieren vor allem, dass die Main-Taunus-Kliniken mit dem geplanten Hospiz Kunto Sangmo zusammenarbeiten wollen.

Für politischen Wirbel hat im Vorfeld auch das stationäre Hospiz gesorgt, das der Flörsheimer Hospizverein Lebensbrücke in der Main-Stadt bauen will. Der Verein wollte für das Zwei-Millionen-Euro-Projekt Geld vom Kreis, Landrat Berthold Gall (CDU) lehnte jedoch ab. Kurzfristig stand das Flörsheimer Projekt deshalb auf der Kippe.

Nachdem auch dafür ein Sponsor gefunden ist, soll noch in diesem Sommer der Grundstein gelegt werden. Weitere Spender werden gesucht. Auch in Flörsheim sind 12 Betten geplant, die Stadt stellt für das Hospiz ein Grundstück in Erbpacht im Neubaugebiet Nord zur Verfügung.

Das Einzugsgebiet des Flörsheimer Hospizes wird nicht auf den Main-Taunus-Kreis beschränkt sein. Eine Zusammenarbeit ist vor allem mit dem Klinikum Rüsselsheim geplant.

Der Flörsheimer Hospizverein Lebensbrücke hat in den vergangenen zehn Jahren mehr als 100 Hospizhelfer ausgebildet. Sie sind in Hochheim, Flörsheim und Hattersheim sowie im Hospiz in Wiesbaden-Erbenheim im Einsatz. Weitere Hospizvereine gibt es im Main-Taunus-Kreis in Hofheim, Bad Soden und Kelkheim.

In Eschborn planen die Kirchen die Gründung eines Hospizvereins. Die Helfer sollen Sterbende ambulant betreuen. ( aro)

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