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Vor der Zwangsversteigerung

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Von: Andrea Rost

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Die Zukunft des Hochheimer Hofs ist ungewiss.
Die Zukunft des Hochheimer Hofs ist ungewiss. © Rolf Oeser

Die SPD fordert die Stadt zum Kauf des Hochheimer Hofs auf. Sie will verhindern, dass das denkmalgeschützte Gebäude bei einer Zwangsversteigerung an einen Investor geht.

Der denkmalgeschützte Hochheimer Hof soll zwangsversteigert werden. Der Termin beim Wiesbadener Amtsgericht ist für den 6. Oktober festgesetzt. Als Mindestgebot für den Gebäudekomplex an der Mainzer Straße inklusive Betreiberwohnung sind 850.000 Euro angegeben.

2006 hatte die Stadt den Hochheimer Hof an Friedhelm Vogt verkauft; insgesamt investierten der Gastronom und seine Frau Brigitte Weiss, die davor das Restaurant in der Hattersheimer Stadthalle bewirtschafteten, rund zwei Millionen Euro in Kauf, Sanierung und Ausstattung des Gebäudes in der Altstadt und eröffneten darin drei Restaurants.

Die Geschäfte liefen zunächst gut, doch dann bescherte die Finanzkrise den Wirtsleuten ein kräftiges Minus in der Kasse. Mitte 2010 mussten sie Insolvenz anmelden, seither wird der Hochheimer Hof zwangsverwaltet. Auch wenn jetzt ein Eigentümerwechsel droht, will die Familie nicht aufgeben. Zur Zwangsversteigerung stehe nur das Gebäude an, sagte Brigitte Weiss der Frankfurter Rundschau.

Neuer Betreiber der Gastronomie im Hochheimer Hof ist seit Herbst vergangenen Jahres Sohn Alexander Weiss. Er hat einen Pachtvertrag über fünf Jahre. Der Betrieb sei gut ausgelastet, bestätigt der Anwalt der Familie.

Die SPD will verhindern, dass der Hochheimer Hof an einen Investor geht und verlangt, die Stadt solle bei der Zwangsversteigerung mitbieten, den Kauf gegebenenfalls über einen Investitionskredit finanzieren.

Für Stadtparlament und Vereine sei der Hochheimer Hof Tagungsstätte und repräsentativer Raum. „Sollte diese Nutzungsmöglichkeit entfallen, wäre der kulturelle Schaden für Hochheim groß“, schreibt die SPD.

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