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Wohnen mit Prädikat

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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt prämiert die Stadt Hofheim als einen ausgezeichneten Wohnort für Fach- und Führungskräfte.

Von Jöran Harders

Die Stadt Hofheim darf sich ab sofort als „ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ bezeichnen. Dies ist ein Prädikat, das die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt an Kommunen verleiht, die vorgegebene Mindeststandards in Bereichen wie Zuzug, Beruf und Familie oder Kultur und Freizeit erfüllen. Gestern hat Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) das Qualitätssiegel aus den Händen von IHK-Präsident Mathias Müller entgegengenommen.

Das Siegel soll Städten helfen, sich im Wettbewerb um den Zuzug von Arbeitskräften besser zu positionieren. Gerade im Rhein-Main-Gebiet gebe es eine große Konkurrenz der Kommunen hinsichtlich der Ansiedlung von Unternehmen, stellt Gisela Stang fest. „Wir müssen darüber nachdenken, wie wir als Wohnort attraktiv sein können“, so die Bürgermeisterin.

Neun Monate lang haben Vertreter der IHK und der Stadt Fakten ausgewertet und Gespräche geführt, dann war klar: Hofheim erfüllt die Kriterien für das Qualitätssiegel.

Internet und Ausflugsziele

Vor allem aber habe die Stadt nicht die Absicht, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen, sondern sei „gewillt, sich weiterzuentwickeln und auch künftig den Blick von außen zuzulassen“, wie Stang betont. Das muss sie auch, wenn sie das Siegel behalten möchte. Denn die Auszeichnung wird nur für die Dauer von drei Jahren vergeben. Danach werden die Qualitätsstandards erneut überprüft.

Im einzelnen geht es bei der Bewertung um so genannte harte Standortfaktoren wie das Immobilienangebot oder die Internetversorgung, aber auch um die Zahl von Betreuungsplätzen in Kitas und Grundschulen, um Einkaufs- und Sportmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele, Kultur, Gesundheitsdienstleistungen oder die „Willkommenskultur“ für Neubürger aus dem In- und Ausland.

Nicht nur Eliten willkommen

Gisela Stang und Mathias Müller betonten, dass die Auszeichnung nicht bedeute, dass in Hofheim nur eine Elite von Arbeitskräften willkommen sei: „Wenn wir von Fach- und Führungskräften sprechen, denken wir nicht in erster Linie an Bankdirektoren oder Manager, sondern an alle gut ausgebildeten Arbeitskräfte – vom Pfleger über den Handwerker bis hin zum Ingenieur oder zur Kita-Leiterin.“ Hofheim ist nach Bad Soden die zweite Stadt im Main-Taunus-Kreis, die sich erfolgreich um das Qualitätssiegel beworben hat.

Im Rhein-Main-Gebiet dürfen sich außerdem noch Steinbach, Usingen, Bad Homburg Friedrichsdorf und Kronberg ausgezeichnete Wohnorte für Fach- und Führungskräfte nennen.

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