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Richtfest für den Neubau, rechts das sanierungsbedürftige Herrenhaus.
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Richtfest für den Neubau, rechts das sanierungsbedürftige Herrenhaus.

Eschborn Bromhof

Wohnen im Herrenhaus

  • Torsten Weigelt
    VonTorsten Weigelt
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Der Bromhof war einst eines der größten Hofgüter im landwirtschaftlich geprägten Eschborn. Derzeit entstehen auf dem knapp 1800 Quadratmeter großen Areal zwei Neubauten mit insgesamt 16 Wohnungen. Demnächst soll auch das historische Herrenhaus saniert werden.

Einst war der Bromhof eines der größten Eschborner Güter. Mehr als 60 Hektar Land gehörten zu dem Bauernhof an der heutigen Hauptstraße. Leider sieht man dem früheren Herrenhaus, das wohl aus dem 17. Jahrhundert stammt, seine frühere Bedeutung nicht mehr an: Das Fachwerk verbirgt sich unter bröckelndem Putz und auch ansonsten hat der Zahn der Zeit recht kräftig an dem Barockbau genagt. Doch das soll nicht so bleiben. Wenn alles gut geht, könne die Sanierung noch in diesem Sommer beginnen, teilte Heiko Saßmannshausen gestern mit.

Großes Interesse an neuen Wohnungen

Es fehle nur noch eine Einigung über das Farbkonzept. Saßmannshausen ist Prokurist des Immobilienmaklers Vetter & Partner, der die Vermarktung des Bromhof-Projekts übernommen hat. Dazu gehören auch zwei neue Gebäude, die das niederländische Unternehmen Vast-Bau derzeit auf dem insgesamt knapp 1800 Quadratmeter großen Bromhof-Areal hochzieht. „Wir schaffen ein neues Quartier für 20 Familien“, sagte Vast-Bau-Projektleiter Dirk Hollerkamp gestern beim Richtfest.

Die ersten Bewohner können voraussichtlich Ende 2014 einziehen. „Die Bauarbeiten verlaufen gut“, so Hollerkamp. Und auch über mangelndes Interesse brauchen sich Bauträger und Vermarkter nicht beklagen. Von den 16 Wohnungen, die in den beiden Neubauten entstehen, sind nur noch zwei zu haben. Zwölf sind fest verkauft, zwei weitere Wohnungen schon reserviert. Zwischen 3300 und 3500 Euro pro Quadratmeter müssen die Käufer der Zwei- bis Vierzimmerwohnungen aufbringen.

„Wir sind froh, dass das Areal endlich bebaut wird“, sagt Eschborns Erster Stadtrat Thomas Ebert (Grüne). „Das wertet auch die Umgebung auf.“ Dass die neuen Gebäude für eine Verdichtung in der Innenstadt sorgen, sei durchaus gewünscht. „Besser als am Ortsrand“, findet Ebert. Zumal es dort ohnehin kaum noch bebaubare Grundstücke gebe.

„In Eschborn gibt es leider nicht viele Möglichkeiten“, bestätigte eine der Käuferinnen der Bromhof-Wohnungen. Überzeugt habe sie vor allem die zentrale Lage, aber auch die Bauweise, die dafür sorgen soll, dass die Bewohner im Alter nicht noch einmal umziehen müssen.

Stufenlose Eingänge, Aufzüge, breite Türen und ebenerdige Duschen – zählt Heiko Saßmannshausen die Vorzüge der neuen Wohnungen auf, die allesamt rollstuhlgeeignet seien. Das zu erreichen, dürfte im alten Herrenhaus schwierig werden. In dessen Innerem sind vier Wohnungen geplant. Treppenhaus und Sprossenfenster sollen originalgetreu rekonstruiert werden. Teilweise müssten allerdings Wände herausgenommen werden, so Saßmannshausen.

Allerdings werden die Holzbalken im Inneren als Sichtfachwerk erhalten bleiben. Die Fassade werde allerdings wieder verputzt, kündigt Saßmannshausen an. Das sei mit dem Denkmalschutz so vereinbart.

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