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„Wir wollen nichts überstürzen“

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Markus Buch betreibt zwei Edeka-Läden in Hofheim   und einen in Hattersheim.
Markus Buch betreibt zwei Edeka-Läden in Hofheim und einen in Hattersheim. © privat

Der Hofheimer Einzelhändler Markus Buch spricht im Interview mit der Frankfurter Rundschau über seinen Edeka-Markt im neuen Chinon-Center und die Pläne für das Geschäft am Untertor.

Der Hofheimer Einzelhändler Markus Buch spricht im Interview mit der Frankfurter Rundschau über seinen Edeka-Markt im neuen Chinon-Center und die Pläne für das Geschäft am Untertor.

Herr Buch, vor drei Monaten haben Sie den neuen Edeka im Chinon-Center aufgemacht. Wie läuft das Geschäft?

Wir sind zufrieden. Pro Tag kommen im Durchschnitt 1500 Kunden, das ist viel für eine Neueröffnung. Woran wir noch arbeiten müssen, ist der Betrag, den die Kunden durchschnittlich ausgeben. Vor allem zu Wochenbeginn kann das noch besser werden.

Der Laden im Chinoncenter ist von Montag bis Samstag bis 24 Uhr geöffnet. Bewährt sich das?

Da wollen wir im Sommer ein Zwischenfazit ziehen. Unsere Idee war, mit den langen Öffnungszeiten ein Angebot zu machen für Leute, die in Schicht arbeiten und für die die alten Öffnungszeiten nicht optimal sind. Dass man bei uns bis Mitternacht einkaufen kann, muss sich aber erst noch herumsprechen; die Kunden ändern ihre Einkaufsgewohnheiten nicht von heute auf morgen.

Das Problem mit Jugendlichen, die sich im Edeka abends mit Alkohol eingedeckt und randaliert haben, ist gelöst?

Ja, die Securitymitarbeiter geben uns Bescheid, wenn eine Clique im Anmarsch ist. Dann wird das Regal mit den harten Spirituosen abgeschlossen. In der letzten Zeit hat es aber keine derartigen Vorfälle mehr gegeben.

Wenn das Geschäft im Chinon- Center so gut läuft, fehlt dann nicht die Kundschaft im ihrem Stammgeschäft in der Innenstadt?

Erstaunlicherweise nicht. Es kommen nach wir vor viele Kunden in den Laden am Untertor, mehr, als wir kalkuliert hatten. Die Leute unterscheiden offenbar sehr genau zwischen dem City-Laden, in dem der Schwerpunkt liegt auf Feinkost und Bioprodukten, und dem Angebot des Edeka, das dem eines Supermarktes gleicht und wo es auch Discountware gibt.

Sie hatten geplant, den Laden am Untertor umzubauen und Gastronomie anzubieten; ist das noch aktuell?

Da wollen wir nichts überstürzen. Es wird in Zukunft sicher die Möglichkeit geben, auch vor Ort Speisen zu verzehren. Wann und wie wir das machen, lassen wir uns aber offen.

Interview: Andrea Rost

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