1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Main-Taunus-Kreis

Willkommens-Campus und Spätantike

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Torsten Weigelt

Kommentare

Die Volkshochschule hat ihr neues Programm vorgestellt. Ein kostenloses Angebot gibt es für Flüchtlingskinder.

Bildung kennt keine Grenzen“ lautet das Motto der Volkshochschule Main-Taunus (VHS) für das kommende Semester. Einen Vorgeschmack darauf erhalten schon jetzt 20 Kinder aus Flüchtlingsfamilien und Familien mit Migrationshintergrund.

Bei einem kostenlosen „Willkommens-Campus“ können sie nicht nur spielerisch Deutsch lernen, sondern auch fotografieren, zeichnen, musizieren und sich als Clown versuchen. Was sie dabei erarbeitet haben, präsentieren die Kinder am morgigen Freitag, 8. August, der Öffentlichkeit. Los geht es um 14 Uhr im Kulturcafé der VHS-Geschäftsstelle.

Auch im Main-Taunus-Kreis steigt die Zahl der Asylbewerber,. „Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, die Menschen zusammenbringen“, sagt die VHS-Direktorin Regina Seibel.

Hilfe für Runde Tische

Deshalb entwickelt die Volkshochschule derzeit einen zweitägigen Workshop, in dem interessierte Ehrenamtliche sich auf einen Einsatz als Sprachpaten und Sprachtrainer für die Asylbewerber vorbereiten können. Los gehen soll es damit Ende September, Anfang Oktober. Der Bedarf sei von den Runden Tischen an die VHS herangetragen worden, teilt die Fachbereichsleiterin für Sprachen, Kerstin Rohlf-Wachs, mit. Das Thema Integration stehe aber nicht erst seit Neuestem auf der Agenda der VHS, betont Regina Seibel. So biete sie schon seit Längerem Integrationskurse, Seminare zur berufsbezogenen Sprachförderung oder die Sprachstandfeststellung bei Zuwanderen an.

Das klassische Kursprogramm beginnt am 15 September. Am Samstag, 6. September, bietet die VHS von 10 bis 13 Uhr vorab eine persönliche Einstufungsberatung in den Sprachen Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Deutsch als Fremdsprache an sowie für Kurse in den Bereichen EDV und Medien.

Studium Generale

Auch ein Studium Generale wird es wieder geben. Diesmal dreht sich die interdisziplinäre Reihe um das Thema „Spätantike“. Fachbereichsleiter Dieter Dorth verspricht einen Mix aus „wissenschaftlichem Studieren mit viel Sinnenfreude“. Außer Seminaren zu Kunst, Philosophie und anderen Aspekten der Epoche, die auch einzeln gebucht werden können, steht eine Exkursion zum großen Panorama „Rom 312“ des Künstlers Yadegar Asisi in Pforzheim auf dem Programm.

Historisch geht es derzeit auch im Foyer der VHS-Geschäftsstelle zu. Der Kelkheimer Historiker Mark Scheibe zeigt dort seine Ausstellung „Kein Krieg ohne Suppenwürze“ über das Rhein-Main-Gebiet zur Zeit der Französischen Revolution und Napoleons – inklusive originalgetreuer Uniformen und Kanonenkugeln. Die Ausstellung war schon in mehreren Main-Taunus-Kommunen zu sehen.

Auch interessant

Kommentare