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Hans Greulich und Günter Diener (von links) beim Füttern der Wildschweine.

Hofheim

Wildpark-Retter füttern Tiere

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Die Wildpark-Retter sammeln nicht mehr allein Geld für das Gehege am Kapellenberg, sondern packen nun auch selbst tatkräftig mit an. Unterstützt werden sie dabei vom Jagdklub Main-Taunus.

Bisher haben die Wildpark-Retter vor allem Geld gesammelt, um das Gehege am Kapellenberg, in dem Wildschweine und Damwild leben, zu erhalten. Jetzt packen sie auch selbst tatkräftig mit an. Samstag und Sonntag hat der Verein die Fütterung der Tiere übernommen, wie Vorsitzender Marc Djakeli mitteilt. Unterstützt wird er dabei vom Jagdklub Main-Taunus, der 400 Mitglieder hat. Im wöchentlichen Wechsel engagieren sich das Ehepaar Veronika und Günter Diener vom Förderverein sowie Jürgen Felske und Hans Greulich vom Jagdklub.

Ehrenamtliche Arbeit soll Kosten senken

Das Füttern erfolgt dabei nach einem genau mit dem Förster abgesprochenen Plan. So erhält das Damwild in der Regel einmal am Tag, meist morgens, sein Futter. Es besteht laut Fütterplan aus drei Teilen Mais, drei Teilen Haferflocken und einem Teil Körnermischung. Die Wildschweine bekommen ebenfalls einmal täglich eine Mischung aus Mais, Hafer und Körnern. Das Schwarzwild erhält insgesamt weniger Futter, weil Spaziergänger den Tieren regelmäßig Nahrung ins Gehege werfen.

Durch die Arbeit sei der Verein noch näher am Geschehen, sagt Marc Djakeli. „Wenn uns etwas auffällt, können wir es gleich an den Förster weitergeben.“ Der Vereinsvorsitzende lobt zudem die gute Zusammenarbeit mit dem Jagdklub Main-Taunus und sagt: „Wir freuen uns, dass wir für den Fütterdienst einen so verlässlichen Partner gefunden haben.“

Die ehrenamtliche Arbeit soll die Unterhaltskosten für das zwei Hektar große Areal senken, das im Eigentum der Stadt ist. Betrieben wird es in deren Auftrag vom landeseigenen Betrieb Hessen-Forst.

Der gemeinnützige Verein Wildpark-Retter hat sich im Frühsommer 2015 gegründet. Sein Ziel ist der langfristige Erhalt der zwei Hektar großen Anlage mit Damwild und Wildschweinen. Die Stadt hatte die Kosten von 25 000 Euro im Jahr nicht länger tragen wollen. Dank des Einsatzes der Wildpark-Retter und der Spenden vieler Hofheimer Bürger gibt es nun ein neues Finanzierungsmodell: Der Förderverein beteiligt sich jedes Jahr mit bis zu 10 000 Euro am Unterhalt und senkt durch die Fütterdienste außerdem die Personalkosten. Dieses Modell ist offizieller Teil des städtischen Haushalts für 2016.

Informationen zum Verein und zur Mitgliedschaft für 24 Euro im Jahr, gibt es unter 06192/7034647, E-Mail info@wildparkretter.de, und im Internet unter www.wildparkretter.de und www.facebook.com/wildparkretter.

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