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Wilde Mischung

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Von: Torsten Weigelt

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Die Band HISS sorgt für gute Stimmung.
Die Band HISS sorgt für gute Stimmung. © Martin Weis

Die kostenlose Open-Air-Reihe „Summertime“ begeistert viele. Der Plausch mit Bekannten ist dabei mindestens genauso wichtig wie der Kulturgenuss.

Balkan-Blues und Texas-Tango, Quetschen-Ska, Ethno-Swing und Fast-Folk – die Band HISS bot den Besuchern auf dem Eschenplatz eine wilde musikalische Mischung, dargeboten allerdings in durchaus sommerlichem Tempo. Passend zum Anlass. Denn die Band, die schon mehrfach in Eschborn zu Gast war, bestritt am Mittwoch das siebte Konzert der diesjährigen „Summertime“.

„Ganz gut“, fand Heiner Roth den Auftritt. Der 75-Jährige hat seit Jahren kaum eine Veranstaltungen der kostenlosen Open-Air-Reihe verpasst. „Ein schönes Angebot der Stadt“, lobt er, der früher selbst bei der Bewirtung mit angepackt hat. Allerdings wünscht sich Roth, dass wieder etwas mehr Jazz geboten wird.

In der „Summertime“ ist Eschborn auf den Beinen, der Plausch mit Bekannten ist mindestens genauso wichtig wie der Kulturgenuss. Wobei es immer noch Niederhöchstädter geben soll, die prinzipiell nicht die Veranstaltungen in Eschborn besuchen und umgekehrt.

Das sei nach ihrer Beobachtung aber kaum noch der Fall, sagt Johanna Kiesel, die als Kulturamtsleiterin für die Organisation verantwortlich ist. Sie ist bislang sehr zufrieden mit der Publikumsresonanz, auch wenn nach Einschätzung von Heiner Roth in den vergangenen Jahren etwas mehr los war.

Wie auch immer: Bei den Theaterveranstaltungen seien die 400 Sitzplätze bislang jedes Mal gefüllt und die Stimmung sei bei den Konzerten bestens gewesen, so Kiesel. Zumal auch die Demographie stimmt. „Alle Altersgruppen sind dabei.“ Auf genaue Zahlen will sie sich aber nicht festlegen – die GEMA liest mit.

Wichtig ist die „Summertime“ auch für die Eschborner Vereine, die sich um die Bewirtung kümmern. Am Mittwoch waren die „Käwwern“ an der Reihe. „Das ist für uns bares Geld“, sagt Christian Scholz, der bei den Karnevalisten als Vize-Sitzungspräsident agiert. Eine konkrete Summe wollte er nicht nennen.

Nach den Schlangen an den Speise- und Getränkeständen zu urteilen, dürfte sich die Vereinskasse aber ordentlich gefüllt haben. Dafür müssen die Vereinsmitglieder aber auch mitziehen: Die „Käwwern“ hatten am Mittwoch immerhin 40 Helfer im Einsatz.

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