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Kinderkrippe in Hattersheim.
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Kinderkrippe in Hattersheim.

Erste Kinderkrippe in Hattersheim

Wenn Oma nicht einspringen kann

Hattersheim hat seine erste Krippe für 36 Unter-Dreijährige. Dennoch hat die Stadt weiter erheblichen Nachholbedarf in Sachen Kinderbetreuung. Von Iris Schmellenkamp

Von IRIS SCHMELLENKAMP

Der kleine David flitzt durch die hellen Gruppenräume der neuen Hattersheimer Kinderkrippe und testet das Spielzeug. "Er hat sich hier reingestürzt und war sofort Zuhause", berichtet seine Mutter Antje Sachs zufrieden. Ihr 22 Monate alter Sohn wird derzeit von einer Tagesmutter betreut - aus Mangel an Alternativen.

Bisher gab es in Hattersheim nämlich keine Einrichtung, die Kinder unter drei Jahren aufgenommen hat. Berufstätige Eltern mussten ihre Knirpse in die Hände der 75 Tagesmütter geben. "Nicht jeder hat das Glück, dass die Oma nebenan wohnt", weiß Hattersheims Bürgermeister Hans Franssen (SPD): "Nach Bedarf zu betreuen ist ganz wichtig."

Den Betrieb hat die Krippe eigentlich schon im November 2008 aufgenommen, allerdings übergangsweise mit nur 14 Kindern in der Tagesstätte Südwest. Die 350 Quadratmeter großen Räumlichkeiten im ehemaligen Beratungscenter einer Bank am Markt mussten umgebaut werden. Bis zum Sommer werden die 36 Plätze in der neuen Krippe belegt sein. Dann soll auch der etwa 250 Meter entfernte Spielplatz fertiggestellt sein.

Platz für 456 Euro im Monat

Zwischen 7.30 Uhr und 17 Uhr hat die Hattersheimer Krippe geöffnet. Die Eltern kostet ein Platz abhängig von der Betreuungszeit bis zu 456 Euro im Monat. Die Stadt schießt für jedes Kind 310 Euro im Monat zu. Bund und Länder zahlen 86.400 Euro jährlich. Darüber hinaus spendiert der Bund einmalig 162.000 Euro aus einem Investitionsprogramm zur Kinderbetreuung.

Träger ist der Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern, der in Frankfurt schon über 40 Einrichtungen von der Krabbelstube bis zum Hort betreibt. Genau diese erfahrenen freien Träger hat auch der Bürgermeister im Blick, um seinen Betreuungssauftrag zu erfüllen. Bis zum Jahr 2013 müssen 250 Plätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen werden. Dann haben Eltern ähnlich wie beim Kindergartenplatz einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Die Kirchen hätten angekündigt, bald zwei Krippen mit je 26 Plätzen einzurichten, sagt Franssen.

Dennoch hat Hattersheim mit einer Versorgungsquote von 12,3 Prozent noch Nachholbedarf. Ähnlich schlecht sieht es mit der Kinderbetreuung im Main-Taunus-Kreis nur in Flörsheim und Bad Soden aus. Unangefochtener Spitzenreiter ist das reiche Eschborn mit einer Quote von 38,6 Prozent.

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